Handball-Ass Miriam Schaupp kämpft um's dritte Comeback. Eggenburgerin Miriam Schaupp (21) im NÖN-Interview über Verletzungen, die Arbeit am Comeback, ihre Nationalteam-Ambitionen und Gedanken an den Stammverein.

Von Tanja Richter. Erstellt am 27. Februar 2019 (06:14)
Andreas Haunold
„Ganz oder gar nicht“: Miriam Schaupp kämpft um ihr Comeback. Foto: Andreas Haunold

NÖN: Nach dem Meistertitel mit Hypo NÖ haben Sie sich im Sommer erneut schwer am Knie verletzt. Wie geht es Ihnen aktuell?

Miriam Schaupp: Mir geht es eigentlich ganz gut. Ich mache viel Physiotherapie und seit drei Wochen habe ich einen fixen Trainingsplan zum Aufbautraining. Der beinhaltet Radfahren, Schwimmen und etwas Krafttraining. In rund eineinhalb Monaten kann ich dann mein Training weiter intensivieren und auch mit Schnelligkeitstraining wieder anfangen.

Natürlich kommen einem da schon Überlegungen, ob man das noch einmal riskieren soll.Über ihre Gedanken nach dem dritten Kreuzbandriss

Wie geht es einem, wenn man schon Teamspielerin ist und sich dann in so jungen Jahren drei Mal das Kreuzband reißt?

Das ist schon sehr hart. Als ich mich zum ersten Mal verletzte, hatte ich meine beste Saison. Ich wurde zur Newcomerin des Jahres ausgezeichnet, bekam erstmalig die Einberufung in das A-Nationalteam und auch ein Wechsel nach Deutschland stand im Raum. Meine Eltern, Freunde und vor allem auch Teamchef Herbert Müller haben mich sehr unterstützt und an mich geglaubt, also bin ich rasch wieder zurückgekommen. Noch im selben Jahr kam dann der zweite Kreuzbandriss. Wieder habe ich mich zurückgekämpft und konnte an meine Leistungen von zuvor anschließen. Somit bekam ich auch einen erneuten Einjahresvertrag bei Hypo Niederösterreich und schaffte es auch wieder ins Nationalteam. Im Sommer 2018 war ein Wechsel nach Dornbirn geplant, doch bei einem Lehrgang in Russland folgte die neuerliche Verletzung und ich habe dann abgesagt. Natürlich kommen einem da schon Überlegungen, ob man das noch einmal riskieren soll.

Werden Sie es wieder riskieren? Wie lautet Ihr weiterer Plan auf dem Weg zurück?

Der Plan ist, bis Sommer wieder körperlich so fit werden, damit ich alles machen kann und ich keine Schmerzen mehr habe. Es gibt eigentlich nur ein „ganz oder gar nicht“, was das Comeback im Handballsport betrifft.

Ist auch ein Comeback bei Eggenburg ein Thema?

Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Ich habe immer engen Kontakt mit meinen ehemaligen Teamkolleginnen gehalten und sie haben mich auf meinem Weg, meine Träume im Handball zu erreichen, auch immer toll unterstützt.

Was sind Ihre kurz- bzw. langfristigen Ziele?

Ich möchte wieder zurückkommen, verletzungsfrei bleiben und konstante Leistungen bringen. Vielleicht ist dann auch wieder eine Rückkehr in das Nationalteam für mich möglich. Mal abwarten, was kommt.