Familie Gary lebt Rugby – und hat viel vor. Die drei Brüder Matthias (22), Leonhard (20) und Michael (17) aus Goggitsch haben sich mit dem Rugbyvirus infiziert und wollen noch einiges in ihrer Karriere erreichen.

Von Tanja Richter. Erstellt am 17. April 2019 (02:44)
privat
Voller Einsatz. Leonhard Gary (Nummer 14) lebt wie seine Brüder für den Rugby-Sport.

Rugby zählt in Österreich gerade einmal zu den Randsportarten. Es gibt wenige Rugbymannschaften, wodurch es sehr schwierig ist diesen Sport auszuüben. Drei Brüder aus Goggitsch haben sie jedoch mit dem „Rugbyvirus“ infiziert und verfolgen noch große Ziele.

Wie sind die drei überhaupt zum Rugby gekommen? „Der älteste Bruder Matthias ist in Krems zur Schule gegangen und hat beim dortigen Verein „RUCK Krems“ begonnen. Bei den Turnieren wurde er von uns Eltern und seinen Brüdern zumeist begleitet. Daher war es naheliegend, dass seine Brüder in seine Fußstapfen treten wollen,“ erklärt Vater Willibald Gary.

Auch Leonhard ist aktuell in Krems, in der Alpine Development League (zweithöchste Spielklasse), aktiv und dabei ein fester Bestandteil. Im Jahr 2015 wurde er etwa zum „Rookie of the year“ beim Club gewählt. Der Jüngste, Michael, kann wegen seines Alters noch nicht bei den „Großen“ mitspielen. Zur Zeit spielt er beim neu gegründeten U18-Team Wien. Beim letzten Turnier wurde Michael wegen seiner starken Leistung zum „Player oft the tournament“ gekürt.

Ziel, alle drei Brüder in einem Rugbyspiel

 

Das die Faszination Rugby für die Brüder ausmacht? „Rugby ist zwar als harter und gefährlicher Sport verschrien, aber so ist es überhaupt nicht. Trotz harter Tacklings, spielen Fairness und Respekt eine große Rolle. Den Teamspirit im Rugby findet man so in keiner anderen Sportart.“

Die Eltern sehen die Ausübung dieser Sportart ihrer Kinder eher zwiegespalten: „Ich bin davon begeistert, dass alle drei Rugby spielen. Die Mutter findet das eher nicht so gut, da die Verletzungsgefahr natürlich gegeben ist. Zum Glück haben sich die bisherigen Verletzungen allesamt im Rahmen gehalten,“ so der Vater.

Nachdem Matthias berufsbedingt aktuell nur selten spielen kann, muss auch Leonhard durch das derzeitige Studium in Wien etwas zurückstecken. Das Ziel Nationalteam, wo er schon kurz davor war einberufen zu werden, wird Leonhard dennoch weiterhin verfolgen. Angesprochen auf das größte Ziel der Familie meint Vater Willibald: „Alle drei Garys gleichzeitig bei einem Rugbymatch bei der gleichen Mannschaft spielen zu sehen wäre ein Traum.“