246 Jahre geballte Tischtennis-Routine. Ernst Teng (84), Erich Köpf (82) und Bernhard Tuller (80) stehen für Horn VI in der 2. Klasse an der Platte. Ans Aufhören denkt das Trio aber noch lange nicht.

Von Tanja Richter. Erstellt am 30. Oktober 2019 (00:56)
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Rüstige Senioren: Ernst Teng, Bernhard Tuller und Erich Köpf.

Bernhard Tuller (80), Erich Köpf (82) und Ernst Teng (84): 246 Jahre sind die drei Spieler der Union Horn gemeinsam alt. Damit bilden sie eine große Ausnahme im regionalen Sportgeschehen. Neben den wöchentlichen Trainings spielen sie nach wie vor auch in der Meisterschaft, wo Horn VI in der 2. Klasse Nord aktuell den achten Tabellenplatz einnimmt. „Ich finde ihre Leistungen absolut bemerkenswert. Sie sind nach wie vor sehr ehrgeizig und man merkt, wie viel Spaß es ihnen macht,“ zollt Sektionsleiter Reinhard Pleßl dem Trio großen Respekt.

Was macht Tischtennis für die drei aus, dass sie noch immer aktiv sind? „Die Bewegung und die Gemeinschaft“ sind sich die rüstigen Senioren einig.

Bernhard Tuller, der seit 50 Jahren Tischtennis spielt, ist beispielsweise jener Spieler im Verein, der die meisten Trainingsbeteiligungen vorweisen kann. „Ich trainiere dreimal in der Woche, zudem kommt dann noch das Meisterschaftsspiel dazu. Es ist eine gute Abwechslung zum Alltag“, erklärt der fitte 80-Jährige.

Erich Köpf, der sich aktuell in der Einzelrangliste in der 2. Klasse auf dem herausragenden dritten Platz befindet, hält sich nebenbei auch noch mit Skifahren fit. Mit 60 Jahren entdeckte Köpf Tischtennis für sich, nachdem er davor in der Leichtathletik aktiv war. Durch seine aggressive Spielweise und als Linkshänder stellt er seine Gegner reihenweise vor Probleme. Bei der Seniorenmeisterschaft möchte der 82-Jährige hingegen nicht mehr antreten. „92 Pokale sind genug“, erzählt Köpf.

Der dritte im Bunde, Ernst Teng, ist seit 62 Jahren mit diversen Mannschaften im Meisterschaftsbetrieb tätig. Neben mindestens zweimal wöchentlichen Tischtennistraining kommen noch mehrere Stunden am Tennisplatz dazu: „Da die Reaktionsfähigkeit noch einigermaßen vorhanden ist, und ich mich noch gut bewegen kann, bereitet mir der Sport nach wie vor große Freude“, meint der 84-Jährige. Auf die Frage, wie lange sie noch spielen wollen haben sie eine klare Vorstellung und denken noch lange nicht ans Aufhören: „So lange es der Körper zulässt, möchten wir weiter spielen und den Jungen das Leben schwer machen.“