Fuglau wieder Rallycross-Mekka. In der MJP-Arena schenkten sich am Wochenende die besten Fahrer bei den ÖM-Läufen nichts. 1.000 Zuschauer! Tolle Bilanz.

Erstellt am 31. Juli 2019 (08:51)
Markus Karner
Auf der letzten Rille fuhren die Boliden rund um die MJP-Arena in Fuglau, boten den vielen Zuschauern Action pur.

Zum zweiten Mal gab‘s in diesem Jahr ein Rennen zur Österreichischen Rallycross-Staatsmeisterschaft im Waldviertel. 100 Fahrer aus fünf Nationen matchten sich in der MJP-Arena in Fuglau. Es gab zwei Tage lang Rennaction zu erleben und alles zu sehen, was Rallycross auszeichnet: Ein Sprintrennen nach dem anderen, harte Zweikämpfe, freier Zugang zum Fahrerlager und gemischte Wetterbedingungen, die auch die Fahrer vor Herausforderungen stellte.

Außerdem wurde die „Achterbahn“ mit ihren schnellen Auf-und-ab-Passagen vor dem Rennen um eine Attraktion reicher: Der neue Sprung auf der Gegengerade forderte zwar Material, aber dem Großteil der Fahrer zauberte er auch ein breites Grinsen aufs Gesicht. Speziell die Supercars sprangen zur Freude der 1.000 Zuschauer um Weitenrekorde. Um Punkte wurde diesmal in der Österreichischen und Ungarischen Meisterschaft gerungen.

In der Königsklasse, den Supercars, hieß der Favorit nicht Alois Höller. EM-Pilot Tamás Kárai hielt die Konkurrenz in Schach. Höller bog mit seinem selbstaufgebauten Ford Fiesta allerdings das ehemalige WM-Auto von Zoltán Vass und holte Rang zwei. Pech für den zweiten Österreicher bei den Supercars: Im Training beschädigte sich Roland Rohrer bei der Landung nach dem neuen Sprung die Ölwanne seines Mitsubishi Lancer und zerstörte damit in Folge den Motor.

Markus Karner
Alois Höller konnte bei den Supercars zwar nicht den Sieg einheimsen, der Publikumsliebling überzeugte aber auch so.

Weniger Spannung gab’s dafür bei den Super 1.600ern: Favorit Erwin Frieszl ließ im Peugeot der Konkurrenz keine Chance, gewann vor Sándor Bernát-Lukács und dem Oberösterreicher Lukas Dirnberger (Škoda Fabia). Die Ungaren schlugen dafür bei den Super Touring Cars (> 2 Liter Hubraum) zurück. Zoltán Koncseg gewann im BMW M3 das Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Karl Schadenhofer im VW Golf. Lokalmatadorf Johann Eigenbauer (Škoda Fabia) plagte sich übers Wochenende gesehen mit allerhand Problemen, die ihm einen Start im Finale vermiesten.

Bei den kleineren Supertourern blieb Roman Častoral im Opel Astra die Benchmark. Er gewann alle fünf Wertungsläufe des Wochenendes. Einziger und damit bester Österreicher im Finale wurde Dominik Glinz (NÖ, Renault Clio). Bei den Super-Tourern unter 1,6 Liter gab‘s einen ungarischen Doppelsieg von Patrik Herczig vor Balazs Körmöczi. Dritter wurde der Niederösterreicher Stefan Kellner.

Turbulent wie eh und je ging’s in der wettbewerbsmäßig engsten Klasse zu: Der amtierende Juniorenmeister Nico Stachelberger (NÖ, Peugeot 106) ist nach seinem Sieg in Fuglau der aussichtsreichste Kandidat für den Titel. Am Podest standen neben ihm Kevin Schermann (Peugeot 106) und Keke Platzer (VW Polo).

Die Veranstalter Motorsport Team Mostviertel und vom Leru Motorsport Team 2 waren mit dem Rennwochenende sehr zufrieden, wollen auch nächstes Jahr weitermachen – Entscheidung folgt im Winter. In der ÖM geht’s heuer noch in Greinbach, am Wachauring und in Maggiora (ITA).