Verfrühtes EM-Aus für Corinna Kuhnle. Corinna Kuhnle, Vizeeuropameisterin des letzten Jahres, schied bei den Titelkämpfen in Pau bereits in den Vorläufen aus.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 05. Juni 2019 (01:19)
Rebekka Anton
Im Einzelbewerb wurden Kuhnle die Strafsekunden zum Verhängnis, mit dem Team konnte sie dann noch Bronze ergattern.

„Ich will bei der EM mindestens wieder so gut abschneiden wie letztes Jahr, wenn nicht besser. Wenn ich meine Leistung abrufen kann, weiß ich, dass ich eine Medaille gewinnen kann,“ gab sich Corinna Kuhnle vor den heurigen Europameisterschaften angriffslustig.

Im Vorjahr hatte sie sich nur der Deutschen Ricarda Funk geschlagen geben müssen. Klar, dass Kuhnle heuer von Gold geträumt hat! Doch in Pau wollte es für die Höfleinerin diesmal gar nicht klappen.

Im ersten Vorlauf, in welchem sich die besten 15 qualifizierten, hat Kuhnle mit fünf Sekunden Rückstand nur Rang 17 belegt und auch im zweiten Vorlauf, in dem sich die besten fünf Fahrerinnen qualifizieren konnten, hatte Kuhnle im Finish Probleme.

„Ich bin zwar super in den Lauf gestartet, aber im unteren Teil bin ich in einer Walze hängen geblieben und habe dann auch noch zwei Torfehler gemacht. Das war am Ende einfach zu viel“, ärgerte sie sich.

Zu Recht, denn ohne die Torfehler, die ihr vier Strafsekunden und somit den Großteil ihres 5,55 Sekunden Rückstand eingebrockt haben, hätte sie den Einzug ins Halbfinale geschafft. So jedoch, wurde sie sechste und verpasste den Halbfinaleinzug um lediglich einen Platz. Besonders bitter: Die EM war auch der erste Bewerb, der als QualifikAtion für die Olympischen Spiele gewertet wird. Die Tullnerin Viktoria Wolffhardt zog ins Finale ein und belegte dort Rang sieben.

„Ich bin zwar super in den Lauf gestartet, aber im unteren Teil bin ich in einer Walze hängen geblieben und habe dann auch noch zwei Torfehler gemacht. Das war am Ende einfach zu viel“

Da hilft es auch wenig, dass sich Kuhnle im Teambewerb mit der Strecke versöhnen konnte. Gemeinsam mit Wolffhardt und der neu ins Team gekommenen Nina Weratschnig landete sie mit 6,7 Sekunden Rückstand am dritten Platz und sicherte sich die Bronzemedaille. Silber ging mit 0,99 Sekunden Rückstand an Deutschland, während die Französinnen, die insgesamt nur zwei Strafsekunden kassierten, sich ganz oben am Podest breit machten.