Corinna Kuhnle verpasst Olympia-Qualifikation. Corinna Kuhnle scheidet im WM-Halbfinale aus. Der Österreichische Quotenplatz geht somit an Viktoria Wolffhardt.

Von Christoph Nurschinger. Erstellt am 02. Oktober 2019 (01:07)
Thomas Lohnes
Im Vorlauf gelang ihr noch die Bestzeit. Im Semifinale war die Fahrt für Corinna Kuhnle dann allerdings beendet.

Bereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft wusste Corinna Kuhnle, dass sie im Rennen um den österreichischen Quotenplatz bei den Olympischen Spielen 2020 unter Zugzwang stand. In der internen Verbandswertung lag sie hinter Viktoria Wolffhardt und hätte diese auf der Olympiastrecke von 1992 im spanischen La Seu d’Urgell überbieten müssen, um doch noch ihr Ticket für Tokio zu lösen.

Schon die Vorläufe wurden für Kuhnle und Wolffhardt zum Krimi. Beide bekamen nachträgliche Strafsekunden aufgebrummt und mussten im Hoffnungslauf bestehen, um doch noch ins Semifinale aufzusteigen. In diesem zeigte sich Kuhnle dann hervorragend. Sie fuhr die Tagesbestzeit ein und qualifizierte sich souverän. „Sie ist so gefahren, wie wir das im Training von ihr sehen“, war Cheftrainer Oblinger von ihrer Leistung angetan.

Allerdings schaffte auch Wolffhardt den Einzug ins Halbfinale. Nach ein paar kleinen Fehlern kam sie mit fünf Sekunden Rückstand auf Kuhnle ins Ziel.

Das Semfinale bot dann einiges an Dramatik. Kuhnle kam zunächst mit vier Sekunden Rückstand ins Ziel und schien für den Finallauf qualifiziert, während Wolffhardt auf dem siebzehnten Platz ausschied. Kuhnle kassierte allerdings nachträglich noch zwei Strafsekunden für eine Torberührung und schied als 16. ebenfalls aus ohne das Finale zu erreichen.

Besonders bitter: Den Quotenplatz für die Olympischen Spiele holte Kuhnle mit Platz 16, wahrnehmen wird in allerdings Viktoria Wolffhardt, aufgrund der verbandsinternen Wertung.