Ein neuer, alter Partner für Beach-Ass Kunert. Thomas Kunert musste in Vorarlberg auf seinen Stammpartner Daniel Müllner verzichten und griff für das Top-Turnier auf einen alten Bekannten zurück: Lorenz Petutschnig.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 14. August 2019 (02:43)
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Zeigten Muskeln. Thomas Kunert (links) und Lorenz Petutschnig (re.) verpassten bei ihrem ersten gemeinsamen Turnier seit Jahren als Vierte nur knapp das Podest.

Kurz vor dem Saisonfinale musste der Korneuburger Thomas Kunert noch einmal einen Partnerwechsel vornehmen: Beim Pro160-Turnier in Wolfurt (Vorarlberg) im Rahmen
der Austrian Beachvolleyball Tour musste der 30-Jährige auf seinen Stammpartner Daniel Müllner, der aus privaten Gründen fehlte, verzichten und ging mit Lorenz Petutschnig an den Start. Die beiden kennen sich gut, sie holten seinerzeit gemeinsam Rang neun bei der Beachvolleyball-Europameisterschaft in Klagenfurt 2013.

Studenten-Europameister im Viertelfinale ausgeschaltet

Zunächst lief alles wie am Schnürchen: Im Auftaktspiel setzten sich die als Nummer sechs gesetzten Österreicher gegen das deutsche Duo Doranth/Collin mit 2:1 durch. Im zweiten Spiel am Freitag unterlagen sie zwar Frühbauer/Murauer mit 0:2 und mussten in den „Loser Pool“, dort hatten sie dann am Samstag aber gleich mehrere starke Auftritte: Zuerst schlugen sie Kandolf/Pekar sicher mit 2:0 und danach auch Köstler/Klaffinger klar mit 21:16 und 21:14.

Im Viertelfinale zeigten sie dann ihre ganze Klasse und besiegten die höher eingeschätzten frischgebackenen Studenten-Europameister Trummer/Friedl mit 21:11 und 21:16. Im Semifinale mussten sie sich erneut dem Duo Frühbauer/Murauer geschlagen geben, diesmal aber ganz knapp mit 22:20, 20:22 und 13:15.

Im kleinen Finale war dann gegen die topgesetzten Schweizer Métral/Breer die Luft etwas draußen und die Österreicher mussten sich nach einem 17:21 und 17:21 mit Rang vier begnügen. „Wir waren als Nummer sechs gesetzt und haben den vierten Rang eingespielt – insofern ein gelungenes Turnier. Fast hätte es ohne gemeinsames Training noch zu mehr gereicht, aber ich denke, wir sind beide zufrieden mit unserer spontanen Turnierteilnahme“, zeigte sich Kunert von den Stockerauer „Zwölfendern“ zufrieden.

„Als Vierter holst du nur Blech und beendest das Turnier mit zwei Niederlagen – das ist immer frustrierend. Aber wir hätten nicht gedacht, dass wir ohne jegliches gemeinsames Training hier bis am Finaltag mitmischen“, war auch Lorenz Petutschnig von den gezeigten Leistungen angetan.

Beim Saisonfinale, den österreichischen Meisterschaften in Litzlberg am Attersee in knapp anderthalb Wochen, wird Kunert dann aber wieder mit Stammpartner Müllner an den Start gehen.