„All-Star“ wird neuer Trainer in Korneuburg. Peter Schildhammer übernimmt die Bundesligadamen aus der Bezirkshauptstadt. Er kommt vom Weinviertler „Erzrivalen“.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 27. Mai 2020 (03:48)
Neu in Korneuburg: Peter Schildhammer, hier mit Kathrin Lauter.
Grill

Mitte Mai konnte auch in der Handballszene wieder das Mannschaftstraining – in Kleingruppen, Outdoor und mit Abstand – aufgenommen werden. Auch die Bundesligadamen der Union APG Korneuburg nutzten dies, und gleich zu Beginn der ersten Einheit wurde nach dem Aus für Vera Steinbrecher (Anm.: die NÖN berichtete) der neue Trainer vorgestellt.

Peter Schildhammer wird das Team ab sofort als Head-Coach betreuen und auf die neue Saison vorbereiten. Er war zuletzt als Co-Trainer der Bundesligadamen des UHC Hollabrunn tätig, wo er gemeinsam mit Michael Huber, pikanterweise ein Ex-Korneuburg-Trainer, die Geschicke des Weinviertler „Erzrivalen“ leitete.

Was ist ihm in den ersten Wochen wichtig? „Das Hauptaugenmerk liegt im Training derzeit auf Kraft, Ausdauer und Verletzungsprophylaxe“, erklärt Schildhammer. „Ab wann man wieder Zweikämpfe etc. in der Halle trainieren kann, wird die Zeit zeigen. Wir werden aber auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.“

"Mannschaft hat sehr viel Potenzial"

Eines fügt er aber schon ehrlich hinzu: „Natürlich ist die Saisonvorbereitung heuer aufgrund der Coronakrise anders als sonst und nicht mit einer herkömmlichen Vorbereitung zu vergleichen.“

Positiv ist, dass er jetzt massig Zeit hat, um seine neue Mannschaft kennenzulernen. Und die Mädels können viel lernen vom ehemaligen Top- Spieler: 2018 beendete Schildhammer seine erfolgreiche Karriere, die er vor allem in St. Pölten verbrachte. Und er erinnert sich an einen lustigen Umstand zurück: „Ausgerechnet gegen die Korneuburger Bundesligaherren habe ich anno dazumal die meisten Tore in einem Spiel (Anm.: 19) erzielt“, berichtet der 32-Jährige.

Jetzt freut sich der ehemalige „All-Star“ und Bundesliga-Torschützenkönig auf die neue Aufgabe: „Die Mannschaft hat sehr viel Potenzial und ich freue mich darauf, die jungen Spielerinnen weiterzuentwickeln, ihnen zu helfen, den nächsten Schritt zu machen und aus ihnen eine Einheit
zu bilden.“