Andreas Vojta: EM-Limit unterboten und Ticket gelöst. Andreas Vojta (29) hat ein erfolg- und ereignisreiches Wochenende hinter sich: Zuerst löste er das Hallen-EM-Ticket, dann schaute er bei einem Weltrekordversuch vorbei.

Von Peter Sonnenberg und David Aichinger. Erstellt am 13. Februar 2019 (02:33)
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Auch am Laufband: Andi Vojta.

Einen perfekten Start in das neue Jahr legte der Gerasdorfer Andreas Vojta hin: Beim Gugl Meeting Indoor in Linz, einem der größten Hallenevents in Österreich, unterbot er das Limit für die Hallen-EM in Glasgow über 3.000 Meter deutlich.

„Es war ein starkes internationales Feld und ich wollte das erste Antreten über diese Distanz gleich nutzen, um das EM-Ticket zu lösen“, resümierte der 29-jährige Weinviertler zu frieden, der trotzdem ein Haar in der Suppe fand: „Ein bisschen habe ich mich geärgert, weil ich die Acht-Minuten-Grenze nicht geknackt habe.“ In 8:00,09 Minuten reichte es am Ende für Rang sechs, den Sieg holte sich der Niederländer Mike Foppen in 7:53,40.

Jetzt hat Vojta drei Wochen Zeit, um sich für die Europameisterschaften noch weiter in Form zu bringen. „Mein Ziel ist es, die Leistung von vor zwei Jahren zu wiederholen, wo ich im Finale Zehnter wurde.“ Eine Frage stellt sich bei Vojta: Warum die 3.000 m in der Halle und die 5.000 m im Freien? „Das liegt daran, dass die
5.000 m kaum in der Halle gelaufen werden, das hat sich historisch so entwickelt, den genauen Grund weiß ich aber auch nicht (lacht). Aber es soll mir nur recht sein, weil ich mich als Neuling über die lange Strecke besser rantasten kann.“

Nach der Hallen-EM Anfang März richtet Vojta seinen Fokus auf die Freiluft-WM in Doha, die heuer ziemlich spät, erst Ende September, stattfinden wird. „Das ist zwar relativ ungewöhnlich, auch in der Saisonplanung. Aber mir geht es mehr um die Entwicklung über diese Strecke (Anm.: 5.000 m).“

Aichinger/Mattes
Weltrekordversuch: Rainer Predl.

Zum Auslaufen ging es dann am Sonntag aufs Laufband nach Gänserndorf, wo der Lasseer Rainer Predl in einem Fitnessstudio einen Weltrekordversuch in Angriff genommen hat: 1.793 Laufband-Kilometer in 14 Tagen (Anm.: Lesen Sie täglich auf nön.at, wie es dem Extremsportler geht). Der Gerasdorfer lief ein bisschen mit Predl und zeigte sich beeindruckt: „Also ich kenne den Rainer schon eine Weile. Was er immer aufführt, ist absurd und beeindruckend zugleich. Zwei Wochen am Laufband, das ist beeindruckend und als Profiläufer unvorstellbar, vor allem mental.“