Premiere bei Mountainbike-WM glückte. Die Korneuburgerin Fiona Klien (18) nahm an Mountainbike-Eliminator-WM teil.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 15. September 2021 (03:14)

Im Herzen der zweitgrößten Stadt Österreichs fanden heuer die Weltmeisterschaften im Mountainbike-Eliminator statt. Dabei handelt es sich um eine Disziplin des Mountainbike-Cross-Country, bei der die Sieger in einem Ausscheidungsrennen ermittelt werden, vergleichbar mit Skicross oder Boardercross.

Die Anforderungen an die Strecken beim Eliminator sind geringer als beim olympischen Cross-Country, sodass die Rennen häufig auf Stadtkursen ausgetragen werden. Die Grazer Altstadt war daher Schauplatz dieses spannenden Ausscheidungsrennens mit Korneuburger Beteiligung, denn erstmals startete die 18-jährige Fiona Klien vom URC Bikerei Korneuburg bei der Elite der Frauen und konnte WM-Luft schnuppern.

Spektakuläre Kopf-an-Kopf-Duelle

Es gab spektakuläre Kopf-an-Kopf-Duelle, wo jeweils in Dreier- oder Vierer-Gruppen gestartet wurde und die zwei besten Fahrerinnen in die nächste Runde kamen. Nach dem Qualifikationsbewerb fuhr die junge Niederösterreicherin im Viertelfinale gegen die späteren Zweit- und Drittplatzierten aus Frankreich und der Ukraine. Es war der schnellste Heat im Viertelfinale. Klien konnte gut mithalten, war nach einem Bremsfehler der Französin sogar kurz auf Platz zwei, doch die Erfahrung und die Power der Elitedamen waren enorm.

Danach zog die Weinviertlerin zufrieden Bilanz: „Die Kulisse und die Mega-Stimmung in Graz war einfach genial. Ich nehme viel Erfahrung mit, und mit dem elften Platz bin ich als Juniorin in einem Elite-Starterfeld sehr zufrieden!“

In die Fuß- vulgo Pedalstapfen von Klien tritt aber schon die nächste Generation an Korneuburger Nachwuchsfahrern, denn ihre ersten Marathon kilometer fuhren die URC- Bikerei-Talente Elena Kokes und Robin Fraißl beim Mostviertler Bike Marathon in Mank und beim „Bike the Bugles“-Marathon in Krumbach.

Fraißl glänzte sowohl im Mostviertel als auch in der Buckligen Welt mit Gold bei den Junioren. In den Gesamtwertungen finishte er overall auf den Plätzen zwölf und acht, – im Feld von rund 120 bzw. 150 Startern eine sensationelle Leistung. Er freut sich bereits auf die kommende Saison, in der er auch längeren Distanzen fahren darf, da aufgrund seines Alters heuer nur die Small-Strecken mit rund 40 Kilometern und 1.200 Höhenmetern möglich sind. Die U17-Fahrerin Kokes wiederum freute sich ebenfalls riesig über zwei Silbermedaillen auf den Fun-Strecken mit rund 18 Kilometern und 700 Höhenmetern.