„Spiel mit Freude!“: „Wachauer“-Macher Hinterhölzl im Interview

Erstellt am 06. Juli 2022 | 02:44
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8408955_kres27_hinterhoelzl_.jpg
Peter Hinterhölzl ist der Initiator des Erfolgsmodells „Die Wachauer“.
Foto: Hinterhölzl
„Spiel mit Freude!“, das ist die Devise der SG „Die Wachauer“, die es gerade einmal sechs Jahre gibt, über keine eigenen Plätze verfügt, aber im Herbst als NÖ Landesmeister um den Bundesliga-Aufstieg spielt. Die NÖN sprach mit Gründer, Mentor und Team-Manager Peter Hinterhölzl.

NÖN: Können Sie kurz die Erfolgsgeschichte der frischgebackenen Landesmeisterinnen Revue passieren lassen?

Peter Hinterhölzl: 2015 wollten im Dürnsteiner Tennisclub vier tennisbegeisterte Freundinnen im doch sehr jungen Tennisalter von 12 bis 14 unbedingt Meisterschaft „bei den Großen“ spielen. Die Dürnsteiner haben die Idee der Mädchen sofort unterstützt. Das war der Beginn unserer Erfolgsgeschichte. Dieses Quartett kämpft auch heute noch unverändert in unseren beiden Teams. 2017 wurde gemeinsam mit Krems/Mitterau die Spielgemeinschaft „Die Wachauer“ gegründet. Dadurch hatten alle mehr Trainingspartnerinnen. So hat es funktioniert, dass unsere Girls innerhalb von acht Jahren durch sechs Ligen marschiert sind und jetzt sogar die Möglichkeit haben, noch die Bundesliga „draufzusetzen“.

Die Wachauer Damentennis Tennis 440_0008_8406615_kres27_wachauerinnen.jpg
Stolze NÖ Landesmeister 2022: Die SG „Die Wachauer“ mit Ella Kordik, Julia Hinterhölzl, Lea Gröstenberger, Lara Kaiser, Jasmin Perina, Christina Wolfgruber, Carina Kögler, Anna Kraus (von links) will auch bei den Bundes liga-Aufstiegsspielen im Herbst eine gute Figur abgeben.
Foto: Peter Hinterhölzl

Was ist dabei genau Ihre Rolle im Klub?

Ich denke, am ehesten trifft aufgrund meines Alters der Begriff „Mentor“ auf mich zu, der wie ein „väterlicher Freund“ neben dem Sport auch die charakterliche Entwicklung der jungen Damen fordert und fördert. Aufstellung und Match- Coaching übernimmt Mannschaftsführerin Christina Wolfgruber. Als „Playing Captain“ in der Meisterschaft hat sie auch alle ihre entscheidenden Einserpartien gewonnen.

Wo sehen Sie die Eckpunkte am Erfolgrun der „Wachauerinnen“?

Wir haben von Beginn an ausschließlich auf unsere Jugend gesetzt und vor allem auch an sie geglaubt, auch wenn es zwischendurch Durststrecken gab. Das Durchschnittsalter des Einserteams beträgt 19 Jahre und ist mit Abstand die jüngste Equipe, die jemals Landesmeister wurde. Wir „leben“ Wettkampftennis auf Leistungsniveau, können befreit ohne Druck aufspielen. Das Einzige, das zählt, ist unser Motto: „Spiel mit Freude dein bestes Tennis“. Die Ergebnisse kommen dann von selbst.

Ist der Bundesliga-Aufstieg das nächste Ziel?

Auch ein kleiner Verein kann in der Bundesliga bestehen, wenn Leidenschaft, Teamgeist und Training passen, das haben schon Mauterns Ladys in ihren Glanzzeiten bewiesen. Das Aufstiegsturnier ist sportlich nochmals ein anderes Kaliber. Wir werden nur antreten, wenn wir zu allen Terminen ein top vorbereitetes Team aufbieten können. Daran wird jetzt bereits intensiv gearbeitet.