Josef Poscharnig: Ein Leben für den Sport. Der Doyen des Kremser Sports, Josef Poscharnig, feierte seinen 80. Geburtstag. Die NÖN blickte mit dem Jubilar zurück.

Von Fabian Polland. Erstellt am 03. März 2021 (04:12)
Bei seinem Sohn Johannes legte Josef Poscharnig den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere.
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Internationale Turniere, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften. Josef Poscharnig war im Fechtsport ein Garant für Erfolge. Dabei waren die ersten Berührungspunkte mit dem Fechtsport im Alter von 14 Jahren eher Zufall. „Ich war eigentlich Handballer. Doch bei einer Sportveranstaltung im ehemaligen Brauhof wurde von einer neuen Sektion bei der Sport union gesprochen, dem Fechten. Danach bin ich zu einem Training und nie weder davon weggekommen“, schildert der Jubilar.

Es folgte eine internationale Karriere im Fechtsport, geprägt von Siegen im europäischen Raum. Neben seiner aktiven Karriere absolvierte Poscharnig die Ausbildung zum Fechtmeister, die ihn bis heute aktiv hält. Auch im fortgeschrittenen Alter von 80 Jahren trainiert Poscharnig noch die Leistungsgruppe der Fechtunion Krems.

Und auch Sohn Johannes Poscharnig, der ebenfalls zur absoluten Elite des Fechtsports zählt, startete seine Karriere unter den Fittichen des Vaters. Der ist voll des Lobes über den Junior: „Er treibt seine Karriere gut voran. Ich behaupte, er gehört technisch sicherlich zu den Besten in Europa. Um wirklich der Beste zu sein, gehört manchmal auch einfach ein Quäntchen Glück dazu.“

Neben dem Fechten betreute Josef Poscharnig 30 Jahre lang auch die besten Schwimmer aus dem Bezirk. Bei der Berufswahl blieb Poscharnig ebenfalls dem Sport verbunden – er fungierte als Sportamtsleiter im Bezirk Krems. „In dieser Funktion war ich für die Verwaltung der Sportstätten in Krems zuständig, aber auch Anlaufstelle für alle Vereine.“ Poscharnig war ein Mann der Tat, dies zeigt sich an der Vielzahl von Events, an deren Durchführung er maßgeblichen Anteil hatte. Poscharnig ist eines der Gründungsmitglieder der Städteolympiade, worauf er besonders stolz ist. „Ich habe das Sportprogramm entwickelt.“ Zwei Städteolympiaden und zwei Fecht-Weltmeisterschaften sind nur ein Teil der Erfolgsgeschichte Poscharnigs.

Als Leiter des Sportamts der Stadt Krems war Poscharnig (links, vorne) Delegationsleiter bei Städteolympiaden – hier 2003 in Schottland.
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Fest steht, der Jubilar lebt für den Sport. „Ich habe dem Sport einfach alles untergeordnet. Es hat Jahre gegeben, in denen ich kein einziges Training verpasst habe.“

Dass der Sport auch wirklich so viel zurückgibt, hat er am eigenen Leib erfahren. „Ich bin sicher, dass der Sport ein extrem wichtiger Bestandteil in unserem Leben und auch für die Gesellschaft im Allgemeinen ist.“ Josef Poscharnig ist als fairer Sportsmann und wahrer Gentleman bekannt. „Es war mein Lebensziel, ein anständiger Sportler und Mensch zu sein und diese Tugenden auch an die jungen Leute weiterzugeben.“