GKL-Coach Dieter Ripper: „Brauchen auch Arbeiter“. Dieter Ripper, Spielmacher der Kremser Union in den 80er-Jahren, Inhaber der Trainer-A-Lizenz, will die GKL Waldviertel-Ladys mittelfristig in die Bundesliga führen.

Von Bert Bauer. Erstellt am 06. August 2019 (02:13)

Der Ex-Internationale soll die hoch motivierten GKL-Ladies weiter Richtung heimische Spitze führen. Der NÖN verriet Dieter Ripper seine Vorstellungen.

NÖN: Mit Rang drei hat die Mannschaft in der Landesliga zuletzt eine Topplatzierung erreicht. Wie soll es nun weiter nach oben gehen?

Dieter Ripper: Ziel ist der Aufstieg in die Bundesliga in zwei Jahren. Die Mädchen wären heuer sogar für das Aufstiegsturnier berechtigt gewesen, aber dazu fehlen einfach noch die Basis vom Kader sowie die finanziellen Voraussetzungen.

Wo wird man die Hebel ansetzen müssen?

Ripper: Das Team generiert sich derzeit vorwiegend aus blutjungen Spielerinnen zwischen 18 und 20 Jahren. Danach klafft ein Loch bis zur U14, das es in Zukunft zu schließen gibt. Mit Eigenblut und einer übergreifenden Trainingsphilosophie.

Wie tickt Dieter Ripper als Handball-Trainer?

Ripper: Den Jugendlichen muss Handball Spaß machen, die Förderung darf sich nicht allein auf Talente beschränken, sondern muss in die Breite gehen. Eine Mannschaft braucht nicht nur Spieler, sondern auch Arbeiter, um erfolgreich zu sein.

Gibt es Unterschiede beim Arbeiten mit männlichen und weiblichen Mannschaften?

Ripper: Mädchenteams sehen sich mehr als Gemeinschaft, die Freundschaften untereinander sind sehr wichtig. Sie sind sensibler und feinfühliger zu behandeln, während sich bei den Burschen Führungsspieler oft schnell herauskristallisieren.