Fischer jagt die nächste Medaille. Nach rund 500 Tagen Pause steht für Sarah Fischer mit der EM in Moskau wieder ein internationaler Wettkampf an.

Von Fabian Polland. Erstellt am 07. April 2021 (02:47)
Sarah Fischer ist bei der Europameisterschaft im erweiterten Kreis der Medaillenkandidatinnen. Eine reelle Chance auf Edelmetall hat auch ihr Bruder David, für den es nach seinem Nationenwechsel der erste internationale Wettbewerb unter bulgarischer Flagge ist.
privat, privat

Im Jänner 2020 fand das bislang letzte internationale Turnier für Sarah Fischer statt. Doch das Warten hat nun ein Ende. Nach rund 500 Tagen internationaler Wettkampfabstinenz geht das Kräftemessen wieder los. Das erste anstehende Turnier für die stärkste Frau Österreichs ist kein geringeres als die Europameisterschaft in Moskau.

Dabei wird Fischer mit ihren beiden Freundinnen und zugleich auch Konkurrentinnen Daria Riazanova (Russland) und Krystyna Borodina (Ukraine) und dem restlichen Starterfeld in der Allgemeinen Klasse um die nächste Auszeichnung in Edelmetall kämpfen.

Die 27-fache Medaillengewinnerin bei EM und WM startet in Moskau in der Klasse bis 87 Kilo. Die Zielsetzung ist offiziell ein Rang unter den Top fünf und so viele Punkte wie möglich für die Olympiaqualifikation für Tokio 2021 zu machen.

Fischers Formkurve zeigt aktuell nach oben, dabei war die Vorbereitung auf das Großereignis alles andere als einfach. Als sich die 20-Jährige nach einem Autounfall im Jänner erholen konnte und wieder in die Spur fand, musste Fischer dann auch noch mit den seelischen Schmerzen, die mit dem Tod ihres Großvaters einhergingen, zurechtkommen.

Doch die Rohrendorferin und ihr gesamtes Team rückten noch enger zusammen und schafften es, den Fokus auf das Großereignis zu legen. Vater und Trainer Ewald Fischer ist optimistisch. „Die Vorbereitung war gut, auch wenn wir mit vielen Problemen zurechtkommen mussten. Sarah ist bei einem Wettkampf immer sehr konzentriert, und wir hoffen, dass wir bei der EM wieder für Furore sorgen können.“

Genau diesen Plan verfolgt auch Bruderherz David Fischer, der nach seinem Nationenwechsel erstmals unter bulgarischer Flagge bei einem Großereignis startet. Eine Medaille scheint für den 22-Jährigen in der Kategorie bis 102 Kilo in Reichweite. Mit einer genannten Zweikampfleistung von 385 Kilo liegt Fischer im absoluten Spitzenfeld.