Sarah Fischer sucht mentale Stärke. Die Rohrendorferin Sarah Fischer startete in Rom mit einem dritten Platz ins Olympiajahr.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 04. Februar 2020 (02:51)
Zwei dritte Plätze beim Olympia-Qualifikationsturnier in Rom stimmten Sarah und Ewald Fischer alles andere als zufrieden.
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Die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio – die Rohrendorfer Gewichtheberin Sarah Fischer ordnet diesem Ziel momentan alles unter. Voll im Saft stehend und gut vorbereitet ging die 19-Jährige beim Qualifikationsturnier in Rom an den Start. Mit ihrer Vorstellung war Österreichs Rekordathletin dann aber alles andere als zufrieden.

„Unkonzentriert und schlampige Ausführung“, so konstatierte Papa und Trainer Ewald nach den ersten zwei Fehlversuchen über 98 Kilo im Reißen. Im dritten Versuch nahm Tochter Sarah diese Hürde doch noch, was der Heeressportlerin den fünften Platz einbrachte.

Auch im Stoßen lief es trotz zweier gültiger Versuche nicht richtig rund. Schlampig gestoßene 128 Kilo im dritten Versuch werteten die Punkterichter 2:1 ungültig. Selbst ein dritter Platz in der Teildisziplin und im Zweikampf stimmten die Fischers nicht versöhnlich. „Da wäre viel mehr möglich gewesen, schade darum“, resümierte Ewald, um von Sarah, in die gleiche Kerbe schlagend, ergänzt zu werden: „Der Wettkampf war einfach schlecht. Momentan bringe ich meine Leistungen nicht auf die Plattform, obwohl ich mich sehr gut fühle. Ich bekomme keine klaren Gedanken in meinen Kopf rein, das bremst mich.“

Zwei Wettbewerbe hat Fischer nun noch, um die nötigen Leistungen für die Olympiaquali abzuliefern. Im März bei der U20-WM und im April bei der Erwachsenen-EM zählt sie zu den Medaillenanwärterinnen.