Kremser Derbysieg in Wien macht breite Brust

Das traditionelle Ost-Duell, sowie die Rückkehr von Romas Kirveliavičius an seine alte Wirkungsstätte im Dress des Erzrivalen, versprach im Vorfeld jede Menge Brisanz. Auf beiden Seiten hagelte es insgesamt 19 Zeitstrafen und auch drei Rote Karten, die aber alle auf die penible Regelauslegung des Schiri-Duos Brkić/Jusufhodžić zurückzuführen waren. In einer grundsätzlich fairen Auseinandersetzung behielten die Wachauer als kompakteres Team am Ende die Oberhand.

Bert Bauer
Bert Bauer Erstellt am 20. September 2021 | 11:03
New Image
Der Fivers-Anhang hatte mit "Heimkehrer" Romas Kirveliavičius wenig Freude. Der Neo-Kremser war beim 28:26-Sieg in der Hollgasse mit sieben Treffern bester Torschütze der Wachauer.
Foto: Bert Bauer

FIVERS MARGARETEN - UHK KREMS 26:28 (13:17)

Der Aderlass der Fivers, die in der Übertrittszeit mit Lukas Hutecek, Nikola Stevanovic und Tobias Wagner drei Stammkräfte ziehen lassen mussten, machte sich von Beginn an bemerkbar.

In der Anfangsphase sorgte der frühere UHK-Schlussmann Wolfgang Filzwieser mit mehreren Paraden, dass die junge Mannschaft von Fivers-Coach Peter Eckl mit den Kremsern noch Schritt halten konnte (8:8, Minute 15). Wenn deren Flügelspieler nicht treffen, das schnelle Umschaltspiel fehlerhaft ist und zusätzlich Zweimuten-Hinausstellungen in Serie dazu kommen, ist es schwer, mit einem selbstbewussten Kremser Team Schritt halten zu können. Der UHK nützte in dieser Phasen die Schwächen des Gegners und ging mit einer beruhigenden 4-Tore-Pausenführung in die Kabinen.

Kremser hielten Fivers gekonnt in Schach

Die Kremser bauten ihren Vorsprung nach dem Seitenwechsel durch den starken Matthias Führer auf fünf Tore aus  (14:19, Minute 35). Dass die Fivers aber nie aufgeben, ist hinlänglich bekannt. Der UHK versuchte es in der Folge ein wenig mit der Brechstange. Die Wiener schöpften nach dem 18:20 (46.) durch Fabian Glätzl kurzfristig wieder Hoffnung. Der Siebenmeterspezialist scheiterte wenig später vom "Punkt" am überragenden Kremser Keeper Ivan Budalić, der seine tolle Leistung danach auch noch mit einem Empty-Net-Treffer krönte. Matthias Führer, neben Budalić und "Kiwi" Kirveliavičius einer der auffälligsten "Gelb-Roten", machte in Minute 60 mit dem 28:25 alles klar. Der letzte Margaretner Treffer war dann nur noch Ergebniskosmetik.

 Alles in allem eine gelungene Vorstellung der Thaqi-Schützlinge vor allem in der Defensive. Bei der Fehler-Minimierung im Angriff besteht nach wie vor noch ein wenig Aufholbedarf. Am Freitag treffen Jochmann & Co vor eigenem Anhang auf West Wien, einem Klub,  dessen grünes Jersey sowohl der UHK-Spielmacher als auch bis zur letzten Saison  auch Matthias Führer getragen haben.

Tore UHK Krems: Jakob Jochmann (2/1), Nikolic (1), Romas Kirveliavičius (7), Tobias Auß (3), Matthias Führer (6), Fabian Posch (6), Kenan Hasecic (1),  Sebastian Feichtinger (1), Ivan Budalić.