UHK-Kapitän Marko Simek: „Bin gerne der Joker des Teams“

Erstellt am 18. Mai 2022 | 03:42
Lesezeit: 3 Min
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Marko Simek findet nach seiner Verletzungspause immer besser zu alter Stärke zurück. In Wien war er mit sieben Treffern Topscorer.
Foto: Foto Bert Bauer
In der Hollgasse machte Marko Simek den Deckel zu. Der UHK-Kapitän sprach mit der NÖN über sein glänzendes Comeback nach einjähriger Verletzungspause.

Können wir uns nach dem Triumph in Wien schon auf ein Finale gegen Hard einstellen?

Marko Simek: Das wäre noch verfrüht. Wer die Fivers kennt, weiß, dass sie nie aufgeben und uns auch vor eigenem Publikum noch einmal voll fordern werden.

Worauf wird es ankommen, dass nach Spiel 2 die Sache gegessen ist?

Simek: Uns muss es gelingen, so wie in der Hollgasse das schnelle Spiel der Wiener zu unterbinden. Das funktioniert nur, wenn wir uns in der Offensive keine leichtfertigen Ballverluste erlauben. Auf uns lastet ein hoher Erwartungsdruck.

Die traditionelle Schwächephase nach der Pause ließ die Partie fast noch kippen. Wie kannst du dir diesen traditionellen UHK-Hänger erklären?

Simek: Gar nicht. Wir haben noch in der Pause in der Kabine dieses Thema angesprochen. Irgendwie schwirrt das in unseren Hinterköpfen. Unter dem Strich haben wir aber fünfzig Minuten lang sowohl im Angriff als auch in der Defensive eine sehr gute Leistung geboten.

Mit deinen sieben Treffern warst du am Erfolg ja nicht ganz unbeteiligt. Kannst du dich erinnern, wann dir zuletzt sieben Tore in einem HLA-Spiel gelungen sind?

Simek (denkt kurz nach): Das muss schon lange her sein. In dieser Saison jedenfalls nicht. Im Grunde bin ich schon immer mehr Vorbereiter und Einfädler als Rückraum-Shooter.

Nach deiner Kreuzbandverletzung bist du erst im Jänner wieder ins UHK-Mannschaftsgetriebe eingestiegen. Wie siehst du deine lange Zwangspause jetzt im Rückspiegel.

Simek: Es war wirklich eine schwere Zeit. Im Zuge der Rehabilitation habe ich mich aber auch körperlich weiterentwickelt, konnte sogar meine Sprungkraft verbessern und war endlich froh, in der letzten Phase wieder einen Handball zwischen den Fingern zu haben. Meine Mitspieler haben mich bei meinem Comeback stets toll unterstützt.

Deine angestammte Position ist jene des Spielmachers, wo du dich stets hinter Jakob Jochmann anstellen musstest. Nagt das nicht ein wenig am Selbstvertrauen?

Simek: Überhaupt nicht. Ich bin ein Teamplayer, kam zuletzt auch auf beiden Rückraum-Positionen regelmäßig zum Einsatz. Ich werde dort auf die Platte geschickt, wo ich gebraucht werde. Handball ist ein Mannschaftssport und ich bin ein Spieler, der gerne die Rolle des Jokers übernimmt, wenn sie zum Erfolg führt.

Jakob Jochmann beendet seine Karriere. Wer wird neben dir zukünftig die Rolle des Regisseurs übernehmen?

Simek: Lukas Nikolic. Er hat zuletzt des Öfteren bewiesen, dass er in die Spielmacher-Rolle schnell hineinwachsen wird.