Schlögl will bei WM angreifen

Erstellt am 06. Juli 2022 | 02:36
Lesezeit: 2 Min
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Fanny Schlögl (rechts im Bild) will nach der verpatzten EM in Porec nun Ende August bei der WM in Bosnien und Herzegowina ein anderes Gesicht zeigen.
Foto: privat
Fanny Schlögl kam bei der EM nicht an ihr Topniveau, bei der WM soll sich dies ändern.

Judoka Fanny Schlögl kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2021 zurückblicken. Neben zahlreichen nationalen Bewerbserfolgen wusste die Leistungssportlerin auch auf internationaler Bühne zu überzeugen.

Mit den Europacupsiegen in Lignano (Italien) und Bielsko-Biala (Polen) katapultierte sich die Kadettin auf den zweiten Platz der Weltrangliste und löste das Ticket zur U18-Europameisterschaft, welche vor wenigen Wochen im kroatischen Porec stattfand.

Die Vorbereitung auf das internationale Großereignis verlief für Schlögl jedoch alles andere als optimal. Eine Coronainfektion sowie eine Beinverletzung erschwerten die Abläufe vor der EM.

In Porec verlief das Turnier für die 16-Jährige bescheiden, schon früh flog die Schülerin des BORG für Leistungssportler in St. Pölten raus. Im Mannschaftsbewerb fand Schlögl besser in ihren Kampf und besiegte ihre türkische Kontrahentin mit einer respektablen Leistung.

Trotz der „bescheidenen EM“, wie Vater und Trainer Andreas Schlögl den Wettkampf seiner Tochter analysiert, geht für seine Tochter mit der Nominierung zur Weltmeisterschaft Ende August in Bosnien und Herzegowina ein Traum in Erfüllung. „Ich will keine Ausreden suchen, aber Fannys Vorbereitung auf die EM war nicht optimal. Zuerst die Erkrankung, danach die Verletzung.“

Nach der enttäuschenden EM stand für die Schülerin eine Woche Pause auf dem Programm, mit dieser Woche beginnt die WM-Vorbereitung, in der im Schnitt zehn Trainingseinheiten pro Woche anstehen werden. Ein auserkorenes Ziel gibt es für das Schlögl-Lager noch nicht. „Wir schauen, wie die Vorbereitung verläuft. Klar ist aber: Fanny wurde nominiert, weil sie gezeigt hat, dass sie internationale Turniere gewinnen kann.“