Kremser erklimmen Spitze nach Remis in Hard. Der Traum wurde im Ländle Wirklichkeit! Eine Punkteteilung in Hard reichte den Wachauern nach der Fivers-Schlappe in Schwaz, um sich zum Abschluss der Bonusrunde die Poleposition zu sichern. Das Team von Ibish Thaqi startete nach Rang vier im Grunddurchgang ab der Jahreswende voll durch und hat nun bei der Auswahl des Viertelfinalgegners den Vortritt gegenüber der Konkurrenz.

Von Bert Bauer. Erstellt am 18. April 2021 (08:53)
Gašper Hrastnik war in Hard mit sieben Treffern der Topscorer der Wachauer. "Gaschi", wie er von seinen Mitspielern genannt wird, entwickelt sich immer mehr zu einer tragen Stütze des Kremser Mannschaftsspiels.
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HARD -  KREMS 26:26 (13:14). Die phänomenale Serie der letzten Wochen steigerte auch das Selbstbewusstsein der Kremser, die in Hard mit breiter Brust loslegten und stets dem Gegner einen Schritt voran lagen. Wie schon zuletzt verlängerte auch Goalie Ivan Budalić seine Hochform. Allein im ersten Spielabschnitt konnte er sieben Mal erfolgreich einen Torerfolg der Heimischen verhindern, während sich sein Gegenüber Golub Doknić nur dreimal  auszeichnen konnte.

So jubelten die Kremser in deren Kabine in der Sporthalle am See in Hard nach dem 26:26-Remis, das den Wachauern die beste Ausgangsposition für die nachfolgenden Play-off-Runden beschwerte.
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Die Gastgeber wurden zuletzt von West Wien in der Halle am See entzaubert und standen dementsprechend unter Druck. Als in Minute 18 Jakob Jochmann per Strafwurf am eingewechselten Harder Keeper Thomas Hurich  scheiterte und die Gastgeber danach erstmals mit 9:8 in Führung gingen,  schien die Partie kurzzeitig zu kippen. Die Thaqi-Schützlinge warfen aber ob des Harder Zwischenhochs keinesfalls die Nerven weg, blieben ihrer spielerischen Linie treu und lagen zur Pause durch einen Treffer von "Sebo" Feichtinger wieder knapp voran.

Die "Roten Teufel" heizten UHK im Finish noch ein

Das geduldige Offensivspiel der "Rot-Gelben" fand auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts seine Fortsetzung. Tobias Auß sorgte mit dem 16:19 (37.) erstmals für eine Kremser Dreitore-Führung. Fünf Minuten später betrug die Differenz gar vier Treffer, nachdem der linke Kremser Flügelflitzer mittels Konter erneut erfolgreich war (17:21). Die Vorarlberger steckten aber nicht auf. Das starke Rückraum-Trio mit  Ivan Horvat,  Boris Zivkovits und Dominik Schmid war über 60 Minuten nicht vollständig zu neutralisieren, sodass es in den letzten Minuten noch einmal hochdramatisch wurde. Eine Glanztat von UHK-Tormann Ivan Budalić verhinderte vorerst den Ausgleich der Gastgeber zum 26:26. Im Gegenzug traf Jakob Jochmann nur die Torumrandung. Dominik Schmid erzielte im Anschluss doch noch den Ausgleich für die "Roten Teufel". Die Wachauer kamen noch einmal in Ballbesitz, begnügten sich in den letzten dreißig Sekunden aber mit dem Remis, das für die Pole-Position in der Bonusrunde reichte.

Tore UHK Krems:  Gašper Hrastnik (7/1), Sebastian Feichtinger (5), Jakob Jochmann (4/2),  Tobias Auß (3), Fabian Posch (3),  Gunnar Prokop (2), Gabor Hàjdu (1), David Nigg (1).