Kremser sicherten sich für Rückrunde die Pole-Position

Erstellt am 27. November 2022 | 10:19
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Wer hätte das den Wachauern vor dem Saisonstart zugetraut? Die Linzer ließen dem heimischen Anhang zwar mit einer starken Vorstellung in den ersten 30 Minuten den Atem stocken, dann ging ihnen aber nach dem Wechsel selbst die Luft aus. Der Tabellenführer feierte verdient den 10. Sieg im 11. HLA-Spiel.

FÖRTHOF UHK KREMS - HC LINZ AG 28:25 (17:17). "Trofaiach lässt grüßen!": Unter diesem Motto gestaltete sich der erst Spielabschnitt, bei dem die Heimischen, die - wie schon eine Woche zuvor in der Obersteiermark - äußerst schwerfällig aus den Startlöchern kamen. Nach einer Viertelstunde hatten die Linzer drei Treffer mehr auf ihrem Konto (7:10). Während die beiden Kremser Keeper Eichberger und Domevscek kaum Bälle zu fassen kriegten, war auf der Gegenseite nach glasklaren UHK-Chancen oft bei Linz-Goalie David Zwicklhuber Endstation. Die Oberösterreicher bewiesen in dieser Phase einmal mehr, dass ihr gegenwärtiger achter Tabellenrang nicht ihr wahres Potenzial widerspiegelt. Erst kurz vor der Halbzeitsirene sorgten die beiden Youngsters Benedikt Rudischer und Mario Lippitsch im Verbund mit Routinier Matthias Führer für den ersten Gleichstand in dieser Partie.

"Eichi" und seine Vordermannen machten plötzlich "Luke dicht"

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Wachauer plötzlich ein anderes Gesicht. Zuvor gab es nicht einmal eine Kabinenpredigt von Cheftrainer Ibish Thaqi, obwohl 17 Gegentreffer in dreißig Minuten eindeutig zu viel waren. Thaqi forderte eine offensivere Ausrichtung des UHK-Deckungsverbandes, um die Linzer stärker unter Druck zu setzen. Die Rechnung des Erfolgscoachs ging auf. Die Mannen um den Ex-Kremser Lucian Fižuleto wurden mehrmals ins Zeitspiel und zu überhasteten Abschlüssen gezwungen. Zu allem Überdruss wuchs Tormann Thomas Eichberger nach einem mauen ersten Spielabschnitt wieder einmal über sich hinaus. Beim Stand von 24:22 brachte eine unglaublich Doppelparade sowie ein im Anschluss parierter Strafwurf von Lucijan Fižuleto  die "Rot-Gelben" endgültig auf die Siegerstraße zurück (50.).  Drei Minuten später sorgte Kenan Hasecic für die erste Drei-Tore-Führung. Die Gäste durften durch Dejan Babić gleichzeitig mit dem Schlusspfiff noch für ein bisschen Ergebniskosmetik sorgen. Der UHK-Abwehrblock ließ beim 10. Erfolg in der  11. HLA-Begegnung  in Halbzeit 2 nur acht Gegentore zu: ein Faktum in der Match-Statistik, das der engagierten Abwehrarbeit in Zusammenarbeit mit dem sensationell agierenden Schlussmann Eichinger geschuldet war.

Tore UHK Krems:  Matthias Führer (6), Marko Simek (4), Kenan Hasecic (4), Daniel Dicker (4), Benedikt Rudischer (3), Sebastian Feichtinger (3), Julian Pratschner (2), Lukas Nikolic (1), Mario Lippitsch (1).