Hart im Nehmen am Dachstein. Trotz Tiefschnee und Sturm glänzten die Athleten des USC St. Leonhard am Dachstein. Ganz vorne dabei: Birgit und Elias Eischer.

Von Magdalena Klement. Erstellt am 22. Januar 2019 (05:55)
USC
Birgit Eischer (USC-Atomic St. Leonhard) lässt sich auch durch Schlechtwetter nicht entmutigen und darf sich nun österreichische Meisterin in ihrer Altersklasse nennen.

„Der Langlauf wird in Österreich leider oft als Stiefkind gehandelt. Dabei geht es eigentlich um so vieles: Was im Sommer gemacht und trainiert wurde, wird im Winter sichtbar“, erklärt Sepp Gradner (Trainer) vom USC-Atomic St. Leonhard.

Und dabei scheint vor allem eine Familie zu wissen, was sie tut: Der Name Eischer ist im nationalen und internationalen Langlaufsport schon lange nicht mehr wegzudenken. Birgit und Ronald Eischer kehrten dem Laufsport vor 15 Jahren den Rücken und schafften es mit der richtigen Technik und Kondi tion schnell, grandiose Ergebnisse zu erzielen. Während sich Ronald in seiner Altersklasse mit starker Konkurrenz plagen muss, mischt Birgit seit Jahren stets unter den Besten der Besten mit.

So ist sie bei den großen österreichischen Volksläufen stets unter den Top drei zu finden. Erst kürzlich kürte sich die Topathletin beim 19. Dachstein-Skating-Lauf über 14 Kilometer zur österreichischen Meisterin in der Altersklasse AKIIb – und das mit der insgesamt viertbesten Gesamtzeit der Damen. Vereinskollege Lambert Frey kämpfte sich in der AKIVb auf Rang zwei, Ronald Eischer verpasste mit dem vierten Platz knapp das Podest.

Schwierigen Bedingungen auf dem Dachstein

Auch Sohn Elias lässt nichts anbrennen. Er heimste beim Dachstein Kids Race den vierten Sieg in Folge ein. Nach einem verpatzten Start legte er den Turbo ein und leitete aus dem hinteren Mittelfeld das Überholmanöver ein, das dem Seriensieger einen weiteren Stockerlplatz garantieren sollte.

Die Erfolge der Familie Eischer erklärt Gradner so: „Je schlechter das Wetter, desto besser ist die Motivation. Das macht einen guten Läufer aus, dass er sich gerade durch Schwierigkeiten zusätzlich motivieren lässt.“ So taten, wie sich zeigte, auch die schwierigen Bedingungen auf dem Dachstein in Wahrheit nichts zur Sache.