UHK Krems mit zwei Gesichtern. Der UHK schwächelte eine Halbzeit lang vor sich hin, ehe der Motor endlich in die Gänge kam.

Von Bert Bauer. Erstellt am 03. Dezember 2019 (02:52)
Michal Shejbal hielt sein Team beim 31:24 vor allem in Hälft 1 mit seinen Glanzparaden imSpiel.H. Sommer
H. Sommer

Die Kärntner zeigten vor allem in der ersten Spielhälfte, dass sie nicht zu Unrecht um einen Platz in der Bonusrunde mitrittern. Wie schon gegen Westwien brauchten die Kremser wieder sehr lange, um ihren Spielrhythmus zu finden.

Ferlach lag stets knapp in Front, der Treffer zum Ausgleich und gleichzeitigen Pausenstand hatte aber Seltenheitswert: Gàbor Hajdu verwertete einen direkten Freiwurf nach der Sirene zum 13:13. „Du musst mit dem Wurf ein wenig warten, die Ecke links unten war vorprogrammiert, und dann fand ich blitzschnell eine Lücke im Deckungsblock“, rekapitulierte der Ungar seinen spektakulären Treffer mit einem verschmitzten Lächeln.

Zuvor hatte er schon mit einem „Empty Net Goal“ für Aufsehen gesorgt. Die Leistung der „Rot-Gelben“ hatte sowohl im Angriff als auch in der Abwehr noch reichlich Luft nach oben.

Simek & Jochmann – ein kongeniales Duo

Die erste UHK-Führung gleich nach dem Seitenwechsel leitete den Umschwung ein. Plötzlich loderte wieder spielerisch das Feuer der Vorsaison auf dem Parkett. Vor allem als die beiden Regisseure Jakob Jochmann und Marko Simek gleichzeitig auf der Platte standen, brannte der Hut in der Defensive beim Team aus der Büchsenmacherstadt.

„Die Burschen brauchen vor allem auch die stimmkräftige Unterstützung der Fans, um das Letzte aus sich herauszukitzeln“, weiß Trainer Ibish Thaqi, der mit den zweiten 30 Minuten zufrieden sein konnte.

Einer, der maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte, war Goalie Michal Shejbal mit seinen elf Glanzparaden. Die beiden Keeper pushen sich derzeit gegenseitig, denn in der Südstadt war Gregory Musel der Matchwinner der Wachauer.

KREMS — BREGENZ, Dienstag, 19 Uhr; KREMS — SCHWAZ, Samstag, 19 Uhr.

„Unsere Chancen nutzen und alles geben!“, unter diese Devise stellt Coach Ibish Thaqi die beiden Heimpartien. Für die Bregenzer geht es wohl um die letzte Chance, der Quali-Runde zu entkommen. Mit Schwaz und Sebo Feichtinger haben die Erber-Boys nach dem Umfaller in Tirol ohnehin noch eine Rechnung offen.