„Ganz schwere Zeit“ für Tristan Takats. Der für Lilienfeld fahrende Böheimkirchner Tristan Takats verlor seinen Großvater, ist selbst am Coronavirus erkrankt.

Von Guido Wallner. Erstellt am 08. April 2020 (01:00)
Ein Kampf abseits der Piste. Tristan Takats durchlebt zur Zeit schwierige Wochen. Langsam erholt er sich von der Coronaerkrankung.
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Karl Takats kannte wohl jeder in Böheimkirchen. Im Alter von 93 Jahren erlag die Feuerwehrlegende als einer der ersten Niederösterreicher dem neuartigen Coronavirus. Ein schwerer Schlag für die ganze Familie – auch für Enkelsohn Tristan Takats. Das 23-jährige Alpin-Ass hat’s nun auch selbst erwischt. Ihm geht’s jedoch den Umständen entsprechend.

Auch wenn die Ereignisse der letzten Tage, die Beisetzung im ganz engen Familienkreis ihre Spuren hinterlassen haben. „Die letzten Wochen waren für meine Familie und mich mit dem Tod meines Großvaters extrem schwierig, da es nur Verbote und Vorschriften gab, mit allem, was man nicht darf, vor allem bei der Beerdigung, ohne dass man dabei von einer Seite eine Unterstützung bekommen hätte“ schildert Takats. Der Skicrosser hat sich angesteckt und ist auch an Covid-19 erkrankt.

„Ich selbst empfinde die Viruserkrankung viel schlimmer als eine Grippe, hoffe aber, in einer Woche mit dem Konditionstraining meine Saisonvorbereitung starten zu können.“

Für Takats ist‘s die nächste Etappe bei seinem Neubeginn. Schließlich war er nach einem Kreuzbandriss von Alpinlager zum Skicross gewechselt, absolvierte seine erste Saison im Europacup. Mit Platz 13 in der Gesamtwertung ist der Böheimkirchner zufrieden. „Ich hab den Wechsel nie bereut, rechne mir gute Chancen aus, 2022 bei den Spielen in Peking dabei sind.“ Wenn alles gut geht. Und Corona die Welt und den Sport nicht mehr im Würgegriff hält.