Hellmut Marterbauer: Mit 90 Jahren noch immer am Zug. Zu Ehren von Hellmut Marterbauer veranstaltete der Schachverein Pöchlarn ein Geburtstagsturnier für den 90-Jährigen.

Von Luca Beringer. Erstellt am 06. August 2019 (00:56)
privat
Reinhard Koch, Helmut Streimelweger, Robert Gattermayer, Hellmut Marterbauer, Bayram Budak, Daniel Karner und Walter Fasser (v. l.) bei der Überreichung des Geburtstagsgeschenkes.

90 Jahre und kein Anzeichen von Schach-Müdigkeit: Hellmut Marterbauer beging sein Jubiläum und der ASVÖ VHS Pöchlarn feierte in Form eines Geburtstagsturniers für das Vereinsmitglied mit. Das Turnier gewann Robert Gattermayer vor Reinhard Koch und Helmut Streimelweger. Materbauer selbst nahm zwar nicht teil, stand aber trotzdem im Mittelpunkt des Tages.

Mit sieben Jahren hat der mittlerweile 90-Jährige gemeinsam mit seinem Vater begonnen, Schach zu spielen. „Mein Vater hat mir damals früh Basiswissen und Grundzüge des Spiels beigebracht. Das Spiel hat sofort mein Interesse geweckt“, erzählt Marterbauer.

In seiner Jugend bestritt der nunmehrige Schachroutinier vielzählige Turniere und nahm an Meisterschaften teil. Als junger Erwachsener musste er aber andere Prioritäten setzen: „Ab meiner Studienzeit habe ich Schach leider ein wenig in den Hintergrund gestellt. Studium, Beruf, Familie und dann noch Hobbys unter einen Hut zu bringen, ist sehr selten einfach.“

In der Pension zurück ans Schachbrett

Durch den ASVÖ VHS Pöchlarn kam Marterbauer in seiner Pension wieder zum Schach. „Seit 25 Jahren hat Schach wieder einen höheren Stellenwert für mich, wobei ich selbst nur mehr wenig vor dem Brett sitze. Turniere spiele ich schon lange nicht mehr, hierbei bleibt es bei ein paar Runden ab und zu mit Freunden“, sagt Marterbauer. Nach einer Herzoperation darf sich der 90-Jährige nicht mehr allzu viel anstrengen.

„Schach ist ein eher ernster Sport. Natürlich passieren rund um das Brett amüsante Dinge, direkt beim Spiel bleibt aber wenig Platz. Jeder ist konzentriert und plant seine nächsten Züge“, antwortet Marterbauer auf die Frage nach einer Anekdote aus den vielen Jahren.