Pöverdingerin erfolgreich bei Mountainbike-Marathon-WM . In den Schweizer Bergen ging die Mountainbike-Marathon-WM über die Bühne. Die gebürtige Pöverdingerin Sabine Sommer kürte sich zur besten Österreicherin.

Von Michael Bouda. Erstellt am 08. Oktober 2019 (00:25)
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Nach 70 Kilometern und 2.800 Höhenmetern finishte Sabine Sommer bei der Mountainbike-Marathon-WM auf Rang zwölf.

Der erste lange Anstieg, zwölf Kilometer bergauf durch die Schweizer Alpen, der Ausblick ist Nebensache wie die ersten Gegnerinnen – Sabine Sommer macht gleich fünf Plätze gut.
Die gebürtige Pöverdingerin, die nun in Oberösterreich lebt, machte sich von 1.600 Meter Seehöhe auf, um im Schweizerischen Grächen ihre insgesamt fünfte Weltmeisterschaft zu bestreiten. „Dass schon der Start so hoch war, kam erschwerend hinzu“, erzählt Sommer. Denn die Luft wurde im Lauf der 70 Kilometer langen Strecke, bei der es 2.733 Höhenmeter zu bewältigen gab, noch dünner.

Wie bei ihren vorherigen vier Antritten wollte Sommer auch bei dieser Mountainbike-Marathon-WM in die Top-20 fahren. Und tatsächlich: Die 46-jährige zweifache Mutter, die anders als die zahlreichen professionellen Konkurrentinnen hauptberuflich als AHS-Lehrerin tätig ist, konnte im Ziel den zwölften Platz bejubeln – die beste Platzierung einer Österreicherin. Mit einer Fahrtzeit von 4:10:01 Stunden kam sie nur 12:52 Minuten hinter der neuen Weltmeisterin Pauline Ferrand-Prévot aus Frankreich ins Ziel.

Sommer, die sich in Mank zur Staatsmeisterin gekürt hatte, stand die Freude ins Gesicht geschrieben: „Man muss am Tag selbst sehr gut vorbereitet sein, es muss alles passen. Und mit den weltbesten Fahrerinnen mitfahren zu können, ist schon ein erhebendes Gefühl.“

Sommer: „Ein Jahr hänge ich noch dran“

Das Gefühl war für Sommer so erhebend, dass sie, auch wegen des Erfolgs in Mank, ihr Karriereende nach hinten schiebt: „Ein Jahr hänge ich noch dran, weil es so gut gelaufen ist.“ Nach einer kurzen Trainingspause gilt die Aufmerksamkeit schon der nächsten Saison. Die will Sommer Ende März nächsten Jahres beim Cross-Country-Rennen in Langenlois beginnen. Übrigens nicht allein: „Meine ganze Familie, also meine beiden Töchter und mein Mann, wird starten“, lacht Sommer.