Sieg nach dem Fall für Wochner . Wolfgang Wochner raste beim Speed-Skydiving- Wettbewerb am Flugplatz in Wels mit 397,33 km/h der Erde entgegen.

Von Helene Waxenecker. Erstellt am 23. Juli 2019 (02:07)
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Waghalsig. Wolfgang Wochner hofft, bei den nächsten Events die Marke von 400 km/h beim Speed-Skydiving zu brechen.

Der Fallschirmspringerclub Linz organisierte die heurigen österreichischen Staatsmeisterschaften im Speed-Skydiving. Mit dabei war auch der Burgenländer und ehemals in Marbach/Donau lebende Sportspringer Wolfgang Wochner. Ziel ist es, eine möglichst hohe Geschwindigkeit im freien Fall zu erreichen. Die Teilnehmer springen von 4.000 Metern Höhe aus dem Flieger, legen sich flach in den Luftstrom und richten die Hände seitlich zum Körper. So lassen sie sich mit dem Kopf nach unten fallen.

„Die Geschwindigkeit am ganzen Körper spürend, merke ich, wie anfällig mein Körper durch die zunehmende Luftströmung wird. Jede noch so kleine Bewegung wirkt sich sofort aus. Es ist extrem herausfordernd, stabil der Erde entgegenzufliegen“, berichtete Wochner fasziniert. Durch diese Höllengeschwindigkeit spannt sich jeder einzelne Muskel an. Nach kurzer Zeit merkte Wochner bei zirka 350 km/h, dass er schneller wird.

"Hoffe, das nächste mal über 400 km/h zu erreichen"

Bei diesen Meisterschaften wurde die Freifallgeschwindigkeit erstmals mit einer GPS-Methode ermittelt. Die Messungen zeigten 397,33 km/h für Wolfgang Wochner. „Mit meiner persönlich schnellsten Zeit bin ich zufrieden und hoffe, das nächste Mal über 400 km/h zu erreichen“, freute sich der Adrenalinjunkie. Kein anderer Burgenländer erreichte somit eine schnellere Zeit als Wochner.

Zum österreichischen Meister krönte sich Weltrekordspringer Alexander Diem mit einer Durchschnitts-Freifallgeschwindigkeit von enormen 467,90 km/h.