Laufclub Mank: Es braucht "viel Motivationsarbeit“. Andreas Pfeffer, Obmann des Laufclubs Mank, schildert, wie sich die Corona-Maßnahmen und der zweite strenge Lockdown auf das Vereinsleben auswirken.

Von Helene Waxenecker. Erstellt am 02. Dezember 2020 (03:19)
Saisonabschluss im Juli. Die LC-Jugend feierte gemeinsam die erfolgreiche Saison.
privat

NÖN: Wie schaut das Vereinsleben während des Lockdowns aus?
Andreas Pfeffer: Während des derzeitigen strengen Lockdowns halten wir uns natürlich an die Regeln. Deswegen gibt es quasi kein Vereinsleben und auch in unserer Whatsapp-Gruppe ist es ruhig. Zwischen dem ersten und zweiten Lockdown durfte unser wöchentlicher Lauftreff am Montag stattfinden.

Wie kann der Nachwuchs gefördert werden?
Pfeffer: Vor allem das Kindertraining und die Nachwuchsarbeit leiden unter der jetzigen Situation. Im Herbst besuchten nur noch vier bis sechs Kinder das Training, vor allem auch weil von Woche zu Woche nicht ganz klar war, was erlaubt ist und was nicht. Hier sehe ich die größte Herausforderung darin, die Kinder danach wieder fürs Training zu motivieren.

Wie sieht die Zukunft für den LC Mank aus?
Pfeffer: Da so lange kein soziales Vereinsleben stattfinden konnte und immer noch nicht kann, befürchte ich, dass der Laufclub einige Mitglieder verlieren wird. Vor allem bei unseren Jüngsten müssen wir viel Motivationsarbeit leisten. Im Frühjahr müssen wir sofort die Initiative ergreifen, um möglichst viele Junge, wie auch Erwachsene im Verein zu halten bzw. auch neue Mitglieder zu motivieren. Sobald die Rahmenbedingungen gegeben sind, schwebt mir ein gemeinsames Event vor.

Wie sieht die finanzielle Situation aus?
Pfeffer: Wir haben unsere Mitgliedsbeiträge. Natürlich ist unsere Haupteinnahmequelle, das Manker Lauffestival, heuer ausgefallen, trotzdem bekamen wir Sponsorengelder und eine Entschädigung durch die Corona-Fördermaßnahmen der Stadt. Da wir auch zu keinem unserer Gratisläufe fuhren, bei denen der Verein das Startgeld der Vereinsmitglieder übernimmt, betrafen unsere einzigen Ausgaben heuer die Meisterschaftsstartgelder. Die Starts hielten sich hier aber auch in Grenzen. Somit steht unser Verein unter keinem finanziellen Druck.