Mistelbachs Obermann als „Spielverderber“. Das Wiedersehen mit den Ex-Kollegen bei Deutsch- Wagram gewann Mistelbach klar. Bei den Flames lief es anders.

Von David Aichinger. Erstellt am 06. November 2019 (03:07)

Zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden, ein vielfaches Wiedersehen mit den Ex-Kollegen bei den Basket Flames und Deutsch-Wagram – das Wochenende der Mistelbach Mustangs war wie erwartet ereignisreich.

Sportlich begann die Doppelrunde aber alles andere als nach Wunsch. Die Flames erwischten beim Duell in Traiskirchen den besseren Start, führten schon nach dem ersten Viertel um neun Punkte. Mitverantwortlich dafür war Ex-Mustang Stefan Obermann, der den ersten Dreier im Spiel versenkte und gleich noch einen zweiten folgen ließ. „Dreierwerfen kann er“, hatte Mistelbach-Coach Martin Weissenböck sein Team vergeblich gewarnt – nicht der einzige Aspekt, der zeigte, dass Mistelbach an diesem Tag „einfach nicht bereit“ war.

Über zwei wichtige Punkte gejubelt

Die Basis für die Wiener war jedenfalls gelegt, Mistelbach hatte das gesamte Spiel über am Rückstand zu kiefeln. Denn als man endlich die Energie aufgebracht hatte, gegen Ende des dritten und zu Beginn des vierten Viertels bis auf einen oder zwei Punkte an den Gegner heranzukommen, zog der auch schon wieder weg. So blieb die Spannung in den Schlussminuten aus, jubelte Obermann mit seinem Team über zwei wichtige Punkte, die vor allem der höheren Effizienz zuzuschreiben waren. Ob zwei Punkte, drei Punkte, von der Freiwurflinie oder auch bei den Rebounds – die Statistik sprach am Freitag klar für die Flames.

Obermann freute es: „Wir sind mit der richtigen Energie ins Spiel gegangen, haben schnell die Führung übernommen und Mistelbach die Würfe erschwert, sodass eine Wurfquote von nur 23 Prozent vom Dreier zugelassen wurde.“

Deutlich erfreulicher lief aus Mistelbacher Sicht das Spiel am Sonntag. Deutsch-Wagram startete zwar mit einem 6:0-Run und schaffte ein 11:11 nach Viertel eins, ab da waren die Marchfelder an diesem Tag aber mehr Sparringpartner denn ernst zu nehmender Gegner. Sorgen hatte Weissenböck nur, als im dritten Viertel beide Schlüsselspieler abhandenkamen: Krakovic mit dem fünften Foul, Kremen mit gesundheitlichen Problemen. „Die Jungen haben dann aber besser gespielt als vorher und ausnahmslos wirklich eine sehr, sehr gute Leistung geboten“, war der Coach happy.