Turbulente Woche gipfelte für Mustangs in Spielabsage

Erstellt am 30. November 2022 | 02:54
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Puh. Mistelbach kam binnen weniger Wochen von einem breiten Kader zur Absage des Spiels in Dornbirn. Auch Jan Kozina (l.) hätte Coach Martin Weissenböck nicht aufbieten können.
Foto: Dominik Siml
Die Mistelbach Mustangs baten Liga und Gegner Dornbirn aufgrund vieler Ausfälle um eine Verlegung. Beide kamen der Bitte nach.

Die längste und anstrengendste Auswärtsfahrt der Saison nach Dornbirn – am Samstag hätte sie Mistelbach wieder einmal antreten sollen. Doch daraus wurde nichts, denn kräfteraubend waren diesmal schon die Tage vor dem Spiel.

Vom Wochenbeginn an trudelten bei Mustangs-Trainer Martin Weissenböck schlechte Nachrichten ein, wurde die Liste der Ausfälle, auf welcher schon die Langzeitverletzten Paul Schuecker und Martin Müller sowie der immer noch angeschlagene Christoph Leydolf standen, länger und länger. Philipp Germ, am letzten Wochenende noch Matchwinner, meldete sich mit einem positiven Corona-Test ab. Spielmacher Jan Kozina erkrankte ebenfalls und musste Antibiotika nehmen.

Dazu kamen „Kreuzband-Sorgen“. Zunächst bei Lukas Schrittwieser, der sich im Training bediente. Die schnell erfolgte Magnetresonanz-Untersuchung bestätigte den schlimmen Verdacht glücklicherweise nicht, je nach Schmerzen muss der Guard „nur“ zwei Wochen pausieren.

Die Freude darüber währte bei Trainer Weissenböck allerdings nur kurz, denn prompt kam auch Center Michal Norwa mit der Botschaft zum Training, möglicherweise einen Kreuzbandriss zu haben. Mistelbach schwitzte also zum zweiten Mal, doch auch beim 29-Jährigen sagten die Bilder der MRT-Untersuchung etwas anderes. „Er hat was am Meniskus, es ist aber nicht ganz klar, ob das eine alte oder neue Verletzung ist“, so Weissenböck.

Ergebnis all dieser Probleme war, dass nur sechs Mistelbacher – fünf Stammkräfte und ein Jugendspieler – die Reise nach Dornbirn antreten hätten können. Weissenböck kontaktierte deshalb Mitte der Woche die Liga und bat um Verschiebung. Die stimmte ebenso zu wie in der Folge Dornbirn in Form des Sportlichen Leiters Markus Mittelberger. „Zu Markus habe ich Gott sei Dank seit Jahrzehnten ein gutes Verhältnis.“ Man einigte sich auf den 15. Jänner als neuen Termin, die Fahrt mit einer Rumpftruppe oder, noch schlimmer, ein 0:20 blieben den Mistelbachern erspart.

Mustangs arbeiten an Moschik-Rückkehr

Bei so vielen Problemen kommt ein wenig Aufheiterung wohl gerade recht. Mistelbach könnte den plötzlich akuten Kaderproblemen nämlich demnächst mit einem alten Bekannten entgegenwirken. Forward Ian Moschik, der schon vergangene Spielzeit von Dezember bis Saisonende für Mistelbach spielte, könnte ein weiteres Mal aus Klosterneuburg kommen. „Wir arbeiten daran“, verrät Weissenböck, dessen Team am Samstag auf die Flames trifft – sofern es der Kader zulässt.