Bockfließ

Erstellt am 13. Juni 2018, 02:00

von Peter Sonnenberg

Dominic Thalhammer: Zukunft in Klagenfurt. Der Bockfließer Dominic Thalhammer versucht sein Glück ab Sommer im Süden Österreichs – bei einem der besten und traditionsreichsten Vereine des Landes.

Vom Osten in den Süden.Dominic Thalhammer versucht sein Glück in Klagenfurt.  |  privat

Für den 19-jährigen Bockfließer Dominic Thalhammer stehen interessante Woche und Monate an: Zunächst ging eine sportlich durchaus erfolgreiche Saison 2017/18 zu Ende, dann entschied er sich aus privaten und entwicklungstechnischen Gründen, seine Karriere südlich von Wien fortzusetzen.

Aber alles der Reihe nach: Als Mitglied der Junior Capitals (Anm.: U20-Mannschaft der Vienna Capitals) in der EBYSL und der zweiten Mannschaft der Caps, die in der ungarischen Profi-Liga mitspielt, setzte der An greifer seine Duftmarken. Vor allem sein Profidebüt glückte mit 20 Saisoneinsätzen und acht Scorerpunkten. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, freute sich der Bockfließer. „Allerdings bekommt man dort den Unterschied zwischen Kinder- und Männereishockey vor Augen geführt. Alles in allem sehr lehrreich.“

Dennoch verpasste er mit beiden Mannschaften den Einzug in die Play-offs. Vor allem jener bei den Männern schmerzte laut Thalhammer: „Wir hatten ein Entscheidungsspiel gegen die zweite Mannschaft von Alba Volan (Anm.: Szekesfehervar, Mitglied der EBEL) und haben leider ver loren.“

„Noch steht das Eishockey an der ersten Stelle.“Dominic Thalhammer träumt weiter von einer Karriere als Profi

Seine Zukunft liegt jedenfalls nicht in Wien, sondern weiter südlich, in Klagenfurt, wie Thalhammer verriet: „Ich bin im August bei einem Try-out beim KAC, wo ich dann für die zweite Mannschaft in der Alps-Hockey-League (Anm.: mitteleuropäische Eishockeyliga mit Teams aus Österreich, Ita lien und Slowenien) spielen soll.“ Das hat zum einen den Grund, dass er bei den Caps keine wirkliche Perspektive sieht für seinen weiteren Karriereweg. „Sie haben immer davon geredet, uns Verträge anzubieten und mehr Einsatzminuten. Nur wirklich glaube ich nicht daran.“

Und zum anderen wird Thalhammer bald Vater, und da seine Freundin Kärntnerin ist und bei ihrer Familie sein will, passt es ganz gut. Große An passungsprobleme sollte der Weinviertler nicht haben, kennt er doch die halbe Mannschaft der „Rotjacken“ aus diversen Nachwuchsnationalteams.

Sollte es übrigens nichts mit der Eishockey-Karriere werden, hat Thalhammer einen Plan B parat: „Ich muss dieses Jahr ohnehin zum Bundesheer, vielleicht lasse ich mich dann weiterverpflichten oder gehe zur Polizei, wenn ich es nicht schaffe. Aber noch steht das Eis hockey an der ersten Stelle.“