Neudorf-Kicker Freudenberger lief ganzen Tag durch. FC-Neudorf-Kicker Markus Freudenberger lief nach einer Wette 24 Stunden durch, schaffte knapp 130 Kilometer und sammelte dadurch über 15.000 Euro an Spenden.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 31. Dezember 2019 (02:31)
Alexander Schodl

„Hätte ich gewusst, was auf mich wartet, hätte ich den Mund gehalten“, war Gaubitsch-Amtsleiter Markus Freudenberger nach seinem Spendenlauf am Sonntag danach schon wieder zum Scherzen aufgelegt. Von Freitag 0 Uhr bis Samstagmitternacht legte der 33-Jährige innerhalb von 24 Stunden 130 Kilometer zurück – für den guten Zweck.

Daumen nach oben. Markus Freudenberger war nach seinem 24-Stunden-Lauf überglücklich und wurde am Sportplatz mit Bengalos empfangen.Witek/Alex Schodl
Mario

Bis Anfang der Woche waren es 17.500 Euro, die zusammen kamen und jetzt in Form von zweckgebundenen Sachspenden an bedürftige Familien in Neudorf und Gaubitsch verwendet werden sollen. Dabei begann alles mit einer spaßigen Wette zwischen Freudenberger und seinen Neudorfer Kickerkollegen Markus Fritz und Markus Strebl, die jeweils 300 Euro spenden wollten, wenn er dieses Projekt tatsächlich durchziehen würde. Nach einer Trainingseinheit am Heiligen Abend im Neudorfer Fitnesspark schlossen sich weitere Freunde an und das Ganze entwickelte eine Eigen dynamik. „Da wusste ich, jetzt komme ich nicht mehr aus.“

Nachdem sich Freudenberger noch Tipps bei Laufexperten wie Lorenz Pelzer jun. oder Markus Reidlinger geholt hatte, begann er Freitagnacht und legte die ersten 50 bis 60 Kilometer leicht laufend zurück, ehe er danach nur mehr ging. „Zwischen KM 60 und 95 war es die Hölle, da haben mich meine Begleiter und die vielen Social-Media-Unterstützer motiviert. Da sind mir auch die Tränen gekommen, bei so viel Zuspruch.“ Mit Bengalos und viel Applaus wurde er dann samstags um 24 Uhr gebührend und lautstark empfangen.

In der Neudorfer Sportplatzkantine herrschte den ganzen Tag Hochbetrieb, Leute aus dem ganzen Bezirk kamen vorbei, um Freudenberger zu unter stützen oder mit ihm mitzu laufen bzw. mitzugehen. Für ihn ist aber eines wichtig: „Ich bin keine One-Man-Show, es geht und ging mir um die Spenden.“

Wie ging es ihm am Tag danach? „Die Knöchel sind total geschwollen, aber sonst geht es mir gut. Ich bin noch immer überwältigt von den vielen Nachrichten, teilweise von Nummern, die ich gar nicht kenne.“ Auf Laufen hat er derzeit aber keine Lust mehr: „Ich habe eine Silvesterlaufeinladung bekommen, aber abgesagt. Das ist mir zu kurz (lacht).“