Wiener Neudorfs Finaltraum geplatzt. Halbfinal-Fluch bleibt an Wiener Neudorfs Damen hängen. Gegen die Arminen kassierten die Sedy-Girls eine deftige Schlappe.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 05. Februar 2020 (01:33)
Kein Ausweg. Bettina Dragosits und Wiener Neudorf gerieten gegen Aminen immer wieder unter Druck und mussten im Halbfinale die Segel streichen. Arminen holte sich am Ende auch den Meistertitel.
E.Ligle

Alle Jahre wieder: Spätestens im Halbfinale ist für Wiener Neudorfs Hockey-Damen Schluss. Dieses Gesetz gilt seit über zehn Jahren sowohl am Feld, als auch in der Halle. 2020 liefen die Niederösterreicherinnen in der Wiener Stadthalle sogar in ein Debakel, verloren ihre Semifinal-Begegnung gegen Arminen mit 0:5.

Dabei hatten sich die Sedy-Girls so viel vorgenommen, wenngleich die Niederlage nicht wirklich überraschend kam. Auch schon die beiden Partien im Grunddurchgang endeten mit einem klaren Sieg der Wienerinnen. Wiener Neudorfs Start war durchaus ambitioniert, allerdings bestrafte Arminen nahezu jeden Fehler. Und als Wiener Neudorf einmal im Hintertreffen war, schlich sich Hektik ein. Die Wienerinnen wurden mit Fortdauer im Zweikampf immer dominanter, liefen auch viel mehr als ihre Gegnerinnen.

Als alles aussichtslos schien, riskierte Wiener Neudorf-Trainer Christian Sedy, brachte statt der Torfrau eine sechste Feldspielerin. Doch auch in numerischer Überlegenheit kamen Dragosits und Co. zu keinen zwingenden Chancen und daher logischerweise nicht mehr zum Anschlusstreffer. „Um ein Halbfinale erfolgreich zu bestehen muss schon alles passen“, musste zugeben. Als Trostpflaster blieb Platz drei, weil Wiener Neudorf gegen den ebenfalls im Halbfinale gescheiterten AHTC beide Grunddurchgangs-Spiele gewinnen konnte.

„Diese Mannschaft stellte immerhin bei der Damen-Hallen-EM die halbe Nationalmannschaft. Da sieht man, was in unserer Mannschaft steckt, die Girls sind weit besser als es das Halbfinal-Spiel vermuten lässt“, lobte Sedy trotz Pleite sein Team.