Michael Weiss ist enttäuscht. Michael Weiss wurde beim Ironman 70.3 in Texas in schwerwiegender Fehler zum Verhängnis – Platz zehn.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 14. April 2021 (01:12)
Daumen hoch. In Texas gab es für Michael Weiss einie Probleme.
privat

Enttäuschung und Ärger bei Michael Weiss nach dem Ironman 70.3 in Galveston, Texas. Prinzipiell wäre Platz zehn angesichts des sehr starken Teilnehmerfeldes für den Langstreckenspezialisten alles andere als eine Schande – doch es war mehr drin. „Ich denke, die Top Fünf wären möglich gewesen“, haderte der Gumpoldskirchner.

Was dem Top-Platz im Wege stand? Ein folgenschwerer Fehler. Weiss wurde die aufgrund der Covid-Protokolle hektische Phase in der Wechselzone zum Verhängnis, der Profi-Triathlet vergaß schlichtweg seine Nahrungs-Gels. „Die steck‘ ich mir normal in den Rennanzug“, erklärte der 40-Jährige. Als Weiss seinen Fauxpas auf der Raddistanz (90 Kilometer) bemerkte, versuchte er sich anderweitig zu helfen.

„Nach der ersten Runde von drei hat es mir den Stecker gezogen.“ Michael Weiss ging auf der Laufstrecke die Kraft aus

Doch die Labestationen waren aufgrund von Covid schwach besetzt. „Es stand einer mit einem Gatorade und das habe ich nicht erwischt“, ärgerte sich der mehrfache Ironman-Sieger. Es kam, wie es kommen musste. Weiss ging als Siebenter in den Laufteil (21,1 Kilometer), wo die Kräfte aufgrund der mangelhaften Kohlenhydratezufuhr allmählich nachließen.

„Nach der ersten Runde von drei hat es mir den Stecker gezogen“, beschrieb Weiss den Leistungsabfall, „ich hatte keine Energie mehr.“ Am Ende fiel Weiss noch auf den elften Platz zurück, Joe Skipper wurde noch nachträglich disqualifiziert, was immerhin einen Top Ten-Platz und somit das Erreichen des Minimalziels bedeutete. Zufrieden konnte Weiss dennoch nicht sein. „Aber so ist das eben, man lernt nie aus“, blickte Weiss gleich wieder nach vorne, „die Formkurve passt.“ Seinen nächsten Wettkampf bestreitet am 2. Mai mit der Challenge Cancun.