Celo-Sisters zeigen in Zell groß auf. Vier Goldene für St. Pöltens Topathleten beim Europacup in Zell/See. Der Bewerb zählt auch zur WM-Qualifikation.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 21. Mai 2019 (01:59)
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Volle Konzentration. Funda Celo legte in Zell einen dominanten Auftritt hin und gewann die allgemeine Klasse.

Mit 1024 Nennungen aus 19 Nationen (darunter auch USA) hat sich der Eurocup in Zell/See zu einem der größten Karate-Turniere Europas entwickelt. Das war ein Grund, dass Karate Austria diesen Event als eines von vier internationalen WM-Ausscheidungsturnieren wählte. Dadurch war die Spitze aus dem St. Pöltner Bezirk am Start.

Sima Celo (12) war in der U-14-Kata nicht zu stoppen. In derselben kämpferischen Manier wie ihre älteren Schwestern stürmte sie mit Siegen über die Oberösterreicherin Anna Freud (5:0), die Italienerin Anna Marcelli (4:1) und die Schweizerin Jessika Bottecchi (5:0) ins Finale, das sie mit einem 5:0 gegen die Tschechin Barbora Vachoulova klar gewinnen konnte. „Ich werde immer sicherer und freue mich auf jeden Wettkampf“, schwärmte die Jüngste der Celo-Sisters, die vor einer Woche wie ihre auch Schwestern österreichische Meisterin geworden war.

Schwester Isra (15), Schülerin des SLZ/HASL, ging als Weltranglisten-Vierte (U 16) als Favoritin in ihren Bewerb und wurde dieser Rolle mehr als gerecht. Sie erreicht den Endkampf mit Siegen über die Schweizerin Anel Buchser (5:0), die Slowenin Lana-Tisa Nadzar (5:0) und die Italienerinnen Teresa Esposito (4:1) sowie Elena Dilelio (4:1). Im letzten kampf ließ sie dann der Schweizerin Nora Lang beim 5:0-Sieg keine Chance.

Funda Celo, ebenso SLZ/HASL-Schülerin, ließ ebenfalls nie einen Zweifel aufkommen, wer amEnde aufs oberste Treppchen klettern wird. Sie gewann alle Begegnungen mit 5:0: Weder die Schweizerinnen Mahayan Righetti und Iren Baumann, noch Teamkollegin Sarah Flaschberger aus Kärnten konnten ihren Finaleinzug verhindern. Die Goldmedaille gewann sie mit einem Sieg über die Italienerin Martina Cianchi.

Last but not least holte sich Funda Celo auch in der allgemeinen Klasse den Sieg, indem sie die Italienerin Sophia Simoncini (5:0), die Sarah Flaschberger und Iren Baumann jeweils 5:0 dominierte und so einen Scheck der Raiffeisenbank entgegennehmen konnte. Teamkollegin Verena Köfinger aus Langenlois wurde immerhin Dritte.

Am Start waren auch die Mugendo-Karateka Florian Zöchling (U 14) und Christoph Scheuch (U 16). Sie erreichten in ihren Kategorien bei jeweils 24 Startern die Ränge fünf beziehungsweise sieben. „Zöchling schrammte nur knapp an Bronze vorbei“, weiß Erhard Kellner.

Nun folgt für die Youngsters eine kurze Regenerationspause, dann wandert der Karate-Zirkus weiter nach Salzburg zu den Austrian Junior Open.

Wieninger wurde unter Wert geschlagen

Nicht ganz so gut lief es für Kristin Wieninger beim K1-Series-A-Turnier in Istanbul, wo sie unter 173 Startern die erste Runde überstand und unter die besten 64 einzog. Dann war aber Endstation für sie. „Diese Series-A-Turniere, an denen jeder teilnehmen darf, sind nicht zielführend“, ist Kellner wenig begeistert. „Starterfelder mit 173 Damen und 205 Herren wie in istanbul sind unrealistisch, erzeugen nur übermüdete und unkonzentrierte Kampfrichter“, ist für Kellner die WM-Fünfte Wieninger weit unter Wert geschlagen worden. „Sie ist besser als dieses Resultat sagt!“