Erstellt am 13. März 2018, 01:43

von Claus Stumpfer

Celos trumpfen auf. Die Neulengbacher Schwestern Isra und Funda Celo erkämpfen sich in Bratislava jeweils Edelmetall.

Isra (l.) und Funda Celo beweisen beim topbesetzten Grand Prix Slovakia eindrucksvoll ihr Können.  |  NOEN, privat

Durch die Aufnahme des Karatesports ins olympische Programm entwickelt sich ein richtiger Hype: „Der 36. Grand Prix Slovakia hat mit 1930 Nennungen aus 192 Organisationen (vier Kontinenten) seinen Umfang im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt, sodass er auf drei Tage erweitert werden musste“, berichtet Obmann Erhard Kellner vom Zen Tai Ryu HAK.

Trotz des Mammutprogramms konnten sich Niederösterreichs Kata-Damen in Bratislava erneut in der internationalen Spitze platzieren. Den Anfang machte „Küken“ Isra Celo aus Neulengbach. Die 13-Jährige (U 14) startete bereits in Vorbereitung auf die Herbstwettkämpfe in der U-16-Kategorie und wurde sensationell als Beste der Österreicherinnen Dritte. Sie begann mit einem 4:1 gegen die starke Ungarin Vada Toth und setzte mit einem 5:0 über die Slowakin Claudia Duranova fort, ehe sie von der Schottin Emma Ruthven im Semifinale gestoppt wurde. Ein Trostrundensieg (4:1) über die Italienerin Margherita Rossi ergab das verdiente Bronze. „Ich freue mich, wenn ich in der WKF Youth League offiziell für das österreichische Nationalteam starten darf“, war sie glücklich.

Bronze in zwei verschiedenen Klassen

Eine weitere Topleistung gelang Schwester Funda Celo. Die SLZ/HASL-Athletin eroberte in zwei Klassen den dritten Platz. Bei den Juniorinnen (U 18) gewann sie die ersten Duelle gegen die Slowakin Julia Klimakova (5:0) und die Ungarin Zsofia Kiss (4:1), verlor aber gegen die Slowakin Simona Puistova. Den Bronzekampf gegen die Tschechin Dominika Sabova dominierte sie – 5:0. Im anderen Pool erkämpfte sich überraschend die Langenloiserin Verena Köfinger ebenfalls Bronze.

Die eigentliche Sensation schaffte Funda Celo (World Ranking Nr. 46) in der allgemeinen Klasse, in der sie – erstmals als beste Österreicherin – Platz drei erringen konnte. Sie gewann die beiden ersten Runden über die Ungarin Czenge Fabian (4:1) und mit 3:2 über die slowakische Turnierfavoritin Ema Brazdova (World Ranking Nr. 36) und unterlag im Semifinale der Slowakin Jana Vanusanikova (World Ranking 108). Den Kampf um Bronze gegen Team- und Trainingskollegin Köfinger gewann Celo mit 4:1-Kampfrichterflaggen.

Heeres-Athletin Kristin Wieninger (World Ranking Nr. 44) wurde in der allgemeinen Klasse nur Siebente, gewann aber das U-21-Finale vor Lokalmatadorin Ema Brazdova, nachdem sie mit Siegen über Znamenackova und Sabova (beide Slowakei) den Endkampf erreicht hatte. Letztlich gab es Bronze für das Team Celo/Köfinger/Wieninger.

„Unsere vorwiegend traditionelle Ausbildung mit Schwerpunkt Mental- und Persönlichkeitsbildung macht sich eindrucksvoll bezahlt“, freut sich Coach Kellner, der insbesondere die Kooperation mit dem NÖ Sportleistungszentrum St. Pölten als Grundvoraussetzung für internationale Top-Leistungen sieht.