Naim Stanfeld: „Man sagt nicht Nein“. Der Pressbaumer Naim Stanfeld von den Wiener Stadtadlern war bei der Ski-WM in Seefeld als Vorspringer im Einsatz.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 05. März 2019 (01:10)
Wiener Stadtadler
Der Pressbaumer Naim Stanfel war bei der Ski-WM in Seefeld vor tausenden Zuschauern als Vorspringer im Einsatz.

Das kommt nur alle paar Jahrzehnte vor: Nordische Skiweltmeisterschaften auf heimischen Boden. Der 19-jährige Pressbaumer Naim Stanfel sprang letzte Woche dort, wo der deutsche Goldgewinner Markus Eisenbichler, unsere österreichischen Silberathleten Stefan Kraft, Michael Hayböck, Daniel Huber und Philipp Aschenwald oder der japanische Vierschanzentournee-Sieger Ryoyo Kobayashi um Medaillen und den Weltmeistertitel kämpften. Denn Naim war offiziell als Vorspringer bei der Ski-WM in Seefeld im Einsatz! „Das ist schon eine besondere Ehre – so oft kommt eine Weltmeisterschaft daheim ja nicht vor“, freute er sich.

Vorspringer sind vor und während der Skisprunglauf-Bewerbe im Einsatz. Unmittelbar vor den beiden Durchgängen und immer dann, wenn wegen des Windes oder eines Sturzes der Wettkampf unterbrochen war, schickt die Jury Vorspringer über die Schanze, die den ordnungsgemäßen Zustand für die WM-Teilnehmer testen.

Für Naim ist es nicht das erste Mal als Vorspringer. Er war in den letzten Jahren auch schon bei der Vierschanzentournee in Bischofshofen oder beim Skifliegen am Kulm im Einsatz. Bei diesen Weltmeisterschaften sprang er sowohl auf der Großschanze am Bergisel in Innsbruck als auch auf der Normalschanze, der Toni-Seelos-Olympiaschanze in Seefeld.

Stanfel springt seit seinem sechsten Lebensjahr bei den Wiener Stadtadlern, dem einzigen Skisprungclub in Niederösterreich und Wien. Zur Vorspringer-Ehre kommt er durch seine Zeit am berühmten Skigymnasium Stams. „Natürlich sagt man da nicht Nein, wenn es sich irgendwie mit meinem eigenen Wettkampfkalender als aktiver Athlet vereinbaren lässt. Es ist dann ein Genuss, ein Abschalten vom Trainingsalltag und ein ganz besonderes Erlebnis, mit der Weltelite im Skisprungsport oben zu stehen und dann vor tausenden Zuschauern über die Schanze zu springen.“