Ritter holte 2. Weltmeistertitel im Winterbewerb. Mit fünf Minuten Vorsprung im Ziel holte sich Waltraud Ritter in Italien nicht nur den Sieg in ihrer Altersklasse, sondern auch ihren zweiten Weltmeistertitel im Winterbewerb.

Von Tanja Barta. Erstellt am 19. Februar 2019 (01:05)
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Waltraud Ritter holte ihren zweiten Weltmeistertitel beim Wintertriathlon.

Zehn Jahre ist es her, dass sich die Seebensteinerin Waltraud Ritter erstmals Weltmeisterin nennen durfte. Jetzt hat es die Triathletin wieder getan. Bei der Wintertriathlon-Weltmeisterschaft in Italien hängte sie die Zweitplatzierte in ihrer Altersklasse gleich um fünf Minuten ab.

Es war eine lange Pause, die Waltraud Ritter zwischen ihren beiden Weltmeistertitel eingelegt hat – und der Grund dafür war kein sportlicher, sondern eher ein organisatorischer. „Da hängt schon sehr viel Vorbereitung dran. Ich bin allein schon mit zwei Rädern angereist, weil man ja nicht weiß, wie die Bedingungen sein können. Außerdem musste ich auch ein Hotel finden, in dem ich meinen Schraubstock aufstellen durfte“, gibt sie einen Einblick in ihre Reisevorbereitungen. Dieses Jahr fanden die Meisterschaften im italienischen Asagio statt.

„Das war unter anderem ein großer Grund, warum ich wieder mit am Start war. Italien ist ja dann doch nicht so weit weg“, so die Triathletin des ATSV Tri Ternitz. Dieses Jahr konnte sich Ritter perfekt auf die winterlichen Bedingungen vorbereiten, da es auch in Österreich Schnee gab. „Ich bin dann ein paar Mal mit dem Rad auf den Türkensturz gefahren und konnte auch auf eisigen Flächen sehr gut trainieren“, erzählt Ritter über die Trainingsphase vor dem großen Bewerb.

Beweisen musste sich die Seebensteinerin schlussendlich in den Disziplinen Laufen, Mountainbiken und Skilanglaufen (Skating). Und das Startfeld der Weltmeisterschaft konnte sich sehen lassen. „Es sind sogar Teilnehmer aus Amerika angereist. Und wenn man sich so eine lange Reise mit all dem vielen Gepäck antut, dann muss man schon etwas draufhaben“, schmunzelt die Bezirkssportlerin. Aber dennoch konnte der Seebensteinerin niemand zu nahe kommen. Mit einem Vorsprung von unglaublichen fünf Minuten (!) kam sie auf ihren Langlaufskiern durchs Ziel. „Am Beginn konnte ich ja gar nicht glauben, was ich da geschafft habe. Ich dachte ja, dass ich etwas falsch gemacht habe, weil so lange niemand nach mir ins Ziel gekommen ist! Ich habe dann wirklich geglaubt, dass ich vielleicht eine Runde zu wenig gefahren bin“, muss Ritter lachen.

Ob sie es noch einmal wagen wird, nach einem Weltmeistertitel im Wintertriathlon zu jagen? „Naja, das war jetzt schon wieder ein großer Anreiz! Aber die Organisation ist dennoch zu bedenken“, schmunzelt die zweifache Weltmeisterin aus Seebenstein.