Ein Eliterennen und eine Grenzgängerin. Mit viel Leidenschaft absolvierte Evelyne Lachner den Kaiser Krone-Run und brachte ihren Körper bis an die äußersten Grenzen.

Von Julian Widermann. Erstellt am 17. Juli 2018 (02:16)
LCRP
Endlich geschafft. Evelyne Lachner absolvierte eines ihrer bisher schwierigsten Rennen und war unendlich froh, als sie das Ziel erreichte.

Unglaubliche Hartnäckigkeit und einen nicht zu brechenden Durchhaltewillen bewies Evelyne Lachner beim Kaiser Krone Elite-Run rund um den Wilden Kaiser in Tirol. Wegen eines Grippevirus geriet die Läuferin zu Beginn allerdings ins Stocken.

Um beim Elite Run überhaupt starten zu dürfen, musste sich Lachner vorher bei einem Dreitagesrennen qualifizieren. Dazu kommt noch, dass die Starterplätze auf 50 Teilnehmer beschränkt sind. Eine Hürde, die die passionierte Athletin überwinden konnte. Der Lauf fand in Scheffau statt und führte im teils hochalpinen Gelände über fast 60 Kilometer und 3500 Höhenmeter. Lachner stellte sich dieser Herausforderung kämpferisch, obwohl sie sich mit einem Grippevirus herumzuschlagen hatte und deshalb auch eher verhalten startete. „Ich konnte meinen Körper überhaupt nicht einschätzen, wie er auf Belastung reagieren würde. Die ersten 15 Kilometer hatte ich bergauf schwere Beine. Beim ersten sehr schwierigen Downhill lief es dann aber wie am Schnürchen“, stellte die Läuferin erfreut fest.

Schnell etablierte sie sich im Spitzenfeld. Nach 42 Kilometern war ein langer Klettersteig zu bezwingen. Dort ging es 500 Meter senkrecht bergab. Seltsamerweise sind genau solche Schlüsselstellen die Stärken Lachners. Am Ende ging es nur noch bergab. Mit einer Zeit von 8:32 Stunden war Lachner die schnellste Dame.