Judo: Koloss als Lichtblick beim Grand Slam. Der knapp 100 Kilogramm schwere Aaron Fara schaffte beim „Wimbledon des Judos“ in Paris den Einzug ins Achtelfinale.

Von Julian Widermann. Erstellt am 12. Februar 2019 (01:30)
JCW
Solide. Aaron Fara kämpfte sich beim Grand Slam in Paris bis ins Achtelfinale und unterlag dort im Anschluss dem Aserbaidschaner Kotsoiev.

Über zehntausend Zuschauer in einer ausverkauften Arena ließen den Puls von Lukas Reiter, Tina Zeltner und Aaron Fara in ungeahnte Höhen schießen. Jeden Judoka erfüllt eine Teilnahme an diesem Edelturnier mit besonders viel Stolz und Ehre. Unter den Besten der Besten konnte sich als einziger Wimpassinger Aaron Fara solide in Szene setzen.

600 Starter aus 97 Nationen ballten sich zu einer gewaltigen Konkurrenz untereinander zusammen. Um unter solchen Umständen eine Top-Platzierung bei einem Grand Slam zu erreichen, muss alles bis ins kleinste Detail passen. Dieser Tatsache wurde vom JC Wimpassing ausschließlich Aaron Fara gerecht. Nach einem Freilos in Runde zwei,machte der bullige Kämpfer mit einem Ippon kurzen Prozess und stand im Achtelfinale. Zum Tanz danach bat der vor Selbstvertrauen strotzende Aserbaidschaner Kotsoiev.

Sein vorheriger Gegner Korrel aus den Niederlanden war amtierender Titelverteidiger vom Vorjahr. Gegen den Asiaten blieb er jedoch vollkommen blass und schied vorzeitig aus. Da wusste Fara bereits, was für ein Brocken ihn erwartete. Obwohl Kotsoiev in der Begegnung die Oberhand behielt, nimmt Fara 80 Punkte für Olympia mit. Reiter und Zeltner erwischten eher schlecht Tage, wollen aber demnächst wieder voll durchstarten. Trainer Adi Zeltner war nachdenklich gestimmt: „Die Trauben hingen dieses Mal leider einfach zu hoch für unsere Bezirkselite!“