Olympia in weiter Ferne. Die Topkämpfer des JC Wimpassing mussten im Rahmen der Europameisterschaft in Lissabon allesamt Auftaktniederlagen einstecken. Aaron Fara unterlag gegen Bronzegewinner.

Von Julian Widermann. Erstellt am 21. April 2021 (01:13)
Anspannung pur. Aaron Fara, bevor er sich bei der EM ins Kampfgeschehen warf.
Gabi Juan/EJU, Gabi Juan/EJU

Die Leistungen der Männer beim Grand Slam in Antalya ließen auf mehr hoffen. Doch erneut kamen weder Aaron Fara noch Lukas Reiter über die erste Runde hinaus. Michaela Polleres bekam es wieder mit der Slowenin Anka Pogacnik zu tun, die ihr schon seit Wochen Kopfzerbrechen bereitet.

Die Slowenin ging gleich zu Beginn sehr aggressiv zu Werke und versuchte, Polleres mit mehreren Beinfegern den Stand zu nehmen, doch die 23-jährige Wimpassingerin blieb auf den Beinen. Pogacnik setzte ihre forsche Kampfweise fort, Polleres passte sich dementsprechend an und kam besser in den Rhythmus. Jedoch konnte sie am Schluss die Attacken ihrer Kontrahentin nicht regelkonform abwehren, sodass sie wegen Strafpunkten mit 3:2 verlor. Polleres musste sich bereits zum vierten Mal in Folge gegen Pogacnik geschlagen geben, welche ihr laut Vereinscoach Adi Zeltner „überhaupt nicht liegt“. „Aufgrund der Umstände war offensichtlich zu wenig Zeit, um mit den Nationaltrainern ein wirksames Konzept für Michi auszuarbeiten“, so der Trainer weiter. Jedoch behält die 23-Jährige einen fixen Olympia-Startplatz für Tokio, sollten die Spiele heurigen Sommer stattfinden.

„Aaron hat stark und beherzt gekämpft“! Vereinscoach Adi Zeltner über seinen Schützling.

Auch Lukas Reiter erwischte keinen guten Tag und ging wie seine Kollegin aufgrund von Strafpunkten gegen den Weißrussen Vadzim Shoka als Verlierer von der Matte. Koloss Aaron Fara bekam es gegen den Grand Slam-Sieger von Antalya, Zelym Kotosiev zu tun, und bot eine gute Kampfleistung über die volle Zeit. Der Aserbaidschaner behielt jedoch die Oberhand und konterte den Österreicher aus. „Aaron hat stark und beherzt gekämpft“, sieht Trainer Zeltner das Positive. Im weiteren Verlauf des Turniers holte Kotosiev Bronze.

Olympia hat sich für Reiter erledigt. Fara kann noch auf den Quotenplatz gelangen. Dafür müsste er aber die beste Platzierung aller nicht fix qualifizierten Österreicher haben. Somit wird man erst nach der WM mehr wissen. „Eine Woche Heimtraining würde allen sehr gut tun, um durchzuschnaufen, die Tanks wieder aufzufüllen und um technische Feinheiten wieder in gewohnter Präzision zu trainieren“, so Zeltner.