Klosterneuburg ist die Nummer eins in Niederösterreich. Dank eines starken Auftritts im ersten und letzten Viertel feierte Klosterneuburg im NÖ-Derby gegen St. Pölten den dritten Erfolg im dritten Spiel.

Von Manuel Burger. Erstellt am 18. Januar 2020 (20:27)
SKN-Neuzugang Ben Marello (l.) hatte gegen Klosterneuburg mit Clemens Leydolf und Lennart Burgemeister das Nachsehen. Foto: Wolfgang Mayer
Wolfgang Mayer

Erst am Donnerstag, einen Tag später als St. Pölten, zog Klosterneuburg erfolgreich ins Cup Final-Four ein. Die Müdigkeit durch die kurze Vorbereitungszeit war den Gästen am Samstag aber nicht anzumerken. Ganz im Gegenteil. Angeführt von einem überragenden Blazevic (zehn Punkte in nicht einmal fünf Minuten) gelang den Dukes zuerst einen 8:0-Lauf zum 10:2. Und kurz darauf sogar 16 Punkte in Folge. Nach acht Minuten hatte man schon eine hohe 26:7-Führung in der Tasche. Klosterneuburg stark, St. Pölten von der Rolle. 

SKN mit Comeback

Im zweiten Viertel sollte sich das stark relativieren, denn der SKN holte dank Jalalpoor (neun Punkte) und Marello (acht) systematisch auf und war in Minute 17 schon auf 32:36 dran. Die Dukes zogen zwar dann wieder auf eine zweistellige Führung davon (47:37), gegen Ende des dritten Viertels hatte St. Pölten aber tatsächlich die Aufholjagd erfolgreich vollendet: 58:56 (28.). 

Blazevic Topscorer

Den längeren Atem hatte aber Klosterneuburg. Die starke Trefferquote, die Überlegenheit am Rebound (41:27) und die längere Bank (dem SKN standen mit dem verletzten Ligatopscorer Trmal und Defensivspezialist Jagsch erneut zwei Starter nicht zur Verfügung) brachten trotz zahlreicher Turnovers den am Ende ungefährdeten Favoritensieg. Nicht weniger als sechs Dreier der Dukes fanden im Schlussabschnitt (25:13) das Ziel. Der überraschende Topscorer der Partie, Blazevic, feierte mit 23 Punkten seine Saisonbestleistung. 

Jalalpoor verletzt out

Für sein Team war es im dritten Saisonspiel der dritte Derbysieg. Beim SKN musste in der Schlussphase Jalalpoor nach einem Foul des Ex-St. Pöltners Jakubowski mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus. Dafür kehrte Lukas Böck, der im Sommer den Verein aus beruflichen Gründen verlassen hatte, zurück und gab sein Comeback.

Andreas Worenz, SKN-Headcoach: „Die Offensive und Defensive war im ersten Viertel katastrophal. Wir haben uns Punkt für Punkt zurückgekämpft, dann ist der Faden gerissen. Die Niederlage ist aber zu hoch ausgefallen."

Damir Zeleznik, Assistant-Coach der Dukes: „Wir haben heute sehr gut angefangen, dann hatten wir leider einige Phasen, wo es nicht so gut geklappt hat. Am Schluss haben wir aufgrund der längeren Bank das Spiel gewonnen. Ich hoffe, dass sich Jalalpoor nicht zu stark verletzt hat und wünsche ihm gute Besserung.“

SKN St. Pölten - BK IMMOunited Dukes 73:89 (14:30, 40:47, 60:64).

SKN: Jalalpoor 18, Marello 13, Lewis 12, Kolaric 11, N. Kaltenbrunner 8, S. Kaltenbrunner 6, Koroschitz 3, Wonisch 2, Böck.

Dukes: Blazevic 23, Hopfgartner 15, Bauer 12, Bavcic 10, Lanegger 9, Burgemeister 8, Jakubowski 5, Miletic 5, Lakoju 2, Leydolf.