Badener Starterfeld so stark wie nie. Doppler/Horst, die Strauss-Sisters und viele mehr analysieren das Starterfeld der Baden Open.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 07. August 2020 (11:49)
Das Leobersdorfer Schwestern-Duo Nadine und Teresa Strauss sehen sich in Baden mit einem extrem starken Starterfeld konfrontiert.
Florian Schrötter

Vom 19.-23. August schlägt heuer die europäische Spitze in Baden auf. "So ein starkes 1*-Turnier hat es wohl noch niemals gegeben", zeigt sich Titelverteidigerin Lena Plesiutschnig beeindruckt. Bei den Damen sind eigentlich alle Top-Teams des Kontinents dabei. Die Schweizerinnen Betschart/Hüberli führen die Setzliste an. Ebenfalls am Start sind die Tschechinnen Hermannova/Slukova, die Deutschen Borger/Sude und die Italienerinnen Menegatti/Orsi Toth. ÖVV-Damen-Nationaltrainer lässt sich daher zu einer vagen Prognose hinreißen: "Nach der Papierform kann wohl jedes der an eins bis fünf gesetzten Teams den Sieg holen."

Österreicherinnen in der Außenseiterrolle

Plesiutschnig geht mit Interimspartnerin Dorina Klinger "nur" als Nummer zehn ins Rennen. Die Leobersdorferinnen Nadine und Teresa Strauss sind nach der Papierform Österreichs größte Hoffnungen. Sie sind Nummer neun, wissen aber auch, dass die Konkurrenz enorm stark ist. "Letztes Jahr holten wir uns die Bronzemedaille. Dieses Jahr wird es extrem schwer aufs Podest zu kommen. Dennoch wollen wir zeigen, welche Fortschritte wir im Training gemacht haben, uns gegen diese Teams gut präsentieren und fighten, dann ist Vieles möglich", prophezeit Nadine Strauss und Schwester Teresa ergänzt: "Für uns ist das Baden Open ein Highlight und trotz der Auflagen wird es sicher wie jedes Jahr ein super Event."

Doppler/Horst wollen dritten Titel in Serie

Bei den Herren stehen die Chancen auf einen rot-weiß-roten Turniersieg (zumindest nach der Papierform) besser. Die ehemaligen Vize-Weltmeister Clemens Doppler und Alexander Horst wollen nach 2018 und 2019 den Titel-Hattrick schnüren. Neben den Schweizern Adrian Heidrich und Mirco Gerson zählen auch die amtierenden Staatsmeister Robin Seidl und Philipp Waller zum engeren Favoritenkreis. "Die Dichte ist mittlerweile sensationell, jedes Spiel ist auf Messers Schneide. Baden war in den letzten Jahren ein guter Boden für uns. Wir kommen mit goldigen Erinnerungen ins Strandbad zurück", grinst Alex Horst, der erst letzte Woche in Ljubljana Silber mit Langzeit-Partner Doppler holte. "Baden ist sicher stärker besetzt und wir werden Vollgas geben", verspricht Doppler. 

Außenseitertipps von Türkei bis Norwegen

Bei den Herren gibt es mehrere Paare, die auch für eine Überraschung sorgen könnten: Der Pole Michal Bryl hat einen jungen Partner an der Seite, weil Stammpartner Fijalek fehlt. Eine Unbekannte ist das neu zusammengestellte Schweizer Duo Breer/Krattiger. Interessante Paarungen sind auch die routinierten Türken Giginoglu/Gögtepe und die Norweger Mathias Bernsen und Markus Mol (Bruder des Weltranglisten-Ersten Anders Mol). Und auch die Lokalmatadore sind eben nicht zu unterschätzen. "Allen vier Main Draw-ÖVV-Teams ist eine Medaille zuzutrauen", ist Doppler/Horst-Coach Robert Nowotny überzeugt.