In Baden geht’s um das Olympia-Ticket. Am Donnerstag startet im Weilburgpark der CEV Continental Cup. Österreich kämpft mit Damen und Herren um einen Startplatz für die Spiele in Tokio.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 03. Mai 2021 (12:29)

Alles dreht sich wieder um die Kugel im Sand – Beachvolleyball Baden 2021, presented by Sportland.NÖ, machte die Kurstadt wieder zum Nabel der Beachwelt. Beim CEV Continental Cup, der ab Donnerstag über die Bühne geht, steht Olympia auf dem Spiel. Bei den Ladies misst sich  Österreich mit Italien, Deutschland, Slowakei, Norwegen, Lettland, Schweden und der Ukraine. Die Kontrahenten der ÖVV-Herren kommen aus Polen, Belgien, Schweiz, Dänemark, Serbien, Slowakei und  Frankreich.

Top Fünf kommen weiter

Die besten fünf Nationen in jedem Turnier pro Geschlecht qualifizieren sich für die Finalphase des Continental Cups, die vom 23. bis 26. Juni  in Den Haag ausgetragen wird.

Corona-bedingt finden die Turniere im Weilburgpark in Baden ohne Zuschauer statt. Das „Team Österreich“ zeigte sich beim Medientermin im Badener „At the Park“-Hotel voller Selbstvertrauen und Vorfreude. Auch wenn heuer die Ränge leer bleiben müssen.

Das Team Österreich (vlnr): Nadine und Teresa Strauss, Kathi Schützenhöfer, Lena Plesiutschnig; Robin Seidl, Philipp Waller, Martin Ermarcora und Moritz Pristauz.
Rainer Mirau

Mosaikstein zur Normalität

„Beachvolleyball Baden ist ein Fixpunkt im niederösterreichischen Veranstaltungskalender und ich freue mich, dass das internationale Turnier auch heuer mit einem strengen Covid-19-Präventionskonzept stattfinden kann“, betont NÖ-Sportlandesrat Jochen Danninger. „Jeder Event ist ein weiterer Mosaikstein zur Normalität und setzt – auch ohne Zuschauer – wichtige Impulse für den Tourismus und die Wirtschaft.“ Baden sei „im Mai das Beachvolleyballzentrum Österreichs“ freut sich Badens Bürgermeister Stefan Szirucsek über das hochkarätige Feld.

Selbstvertrauen aus Mexiko

Die rot-weiß-roten Farben vertreten im Männerbewerb Martin Ermacora und Moritz Pristauz sowie die Paarung Philipp Waller/Robin Seidl. „Ziel ist, schon wie vor vier Jahren, sich eine gute Ausgangslage für die Finalrunde zu sichern und sich dann für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Ich bin sehr froh, hier zuhause in Baden, das Halbfinale zu spielen“, sagt Seidl. Zuversicht verspräht auch Martin Ermacora:  „Wir sind in einer Spitzen-Form und kommen mit viel Selbstvertrauen aus Mexiko.“ In Cancun hatten die Österreicher mit Rang vier aufhorchen lassen.

Ladies als Local Heroes

Waschechte Lokalmatadorinnen gehen bei den Beachgirls für Österreich ins Rennen. Nämlich die Leobersdorfer Zwillinge Nadine und Teresa Strauss sowie das für den 1. Badener Beachvolleyballverein startende Duo Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig. Während sich die Straussis in Wien vorbereitet haben, kommt das heimische Top-Gespann mit Rang fünf und jeder Menge Selbstvertrauen aus Mexiko retour.  „Wir wollen an die guten Leistungen der vergangenen Wochen anschließen und weiterhin konstant durchziehen“, unterstreicht Plesiutschnig die Ambitionen.

„Das Ziel und die Erwartungen zum Conti Cup sind klar: der Aufstieg in die finale Runde Ende Juni in Den Haag“, sagt Teresa Strauss. „Wir gehen mit dem Ziel von Spiel zu Spiel jedes zu gewinnen und alles zu geben.“

Europameisterschaft wirft ihren Schatten voraus

Als Veranstalter fungiert auch heuer HSG-Events. Geschäftsführer Dominik Gschiegl: „Beachvolleyball Baden als Event ist heuer wieder eine Herausforderung, es tut uns leid, dass wir keine Fans reinlassen dürfen. Doch die Sicherheit aller Beteiligten geht vor.“ Sämtliche Partien werden via Livestream übertragen, der ORF ist ebenfalls als Partner mit an Bord und wird die spannendsten Momente festhalten.

Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. In der kommenden Woche geht’s in Baden bei der U22-Europameisterschaft um Edelmetall (13. Bis 16. Mai).