Novak nach hartem Kampf in drei Sätzen gescheitert. Der Tennis-Davis-Cup-Länderkampf zwischen Österreich und Chile in der Qualifikationsrunde der Weltgruppe wird erst im letzten Einzel entschieden.

Von APA Red. Update am 02. Februar 2019 (19:03)
APA (EXPA/THOMAS HAUMER)
Dennis Novak.

Im Kampf um die Teilnahme am erstmals ausgetragenen Finalturnier in Madrid musste sich Dennis Novak am Sonntag in der SalzburgArena im Duell der beiden Nummern eins mit Nicolas Jarry (ATP-41.) mit 4:6,6:3,6:7(2) beugen. Chile glich damit auf 2:2 aus.

Nun musste das Schluss-Einzel zwischen ÖTV-Debütant Jurij Rodionov und Christian Garin die Entscheidung bringen. Der 19-jährige Niederösterreicher war gegen die Nummer 95 der Welt Außenseiter.

Der 25-jährige Dennis Novak zeigte sich am Sonntag in Salzburg nach seiner knappen Niederlage gegen den Weltranglisten-41. Nicolas Jarry enttäuscht. "Ich habe alles gegeben, habe gekämpft ohne Ende. Im Tiebreak waren halt ein, zwei schlechte Punkte von mir dabei und er hat das echt gut fertiggespielt", resümierte Novak seine Niederlage. Bei 4:5 und 5:6 im dritten Satz hatte Novak je zwei Matchbälle abgewehrt, doch im Tiebreak geriet der Schützling von Günter Bresnik und Wolfgang Thiem rasch mit 0:6 in Rückstand. Mit seinem insgesamt siebenten Matchball stellte Jarry auf 2:2 gegen Österreich.

Viel vorzuwerfen hatte sich Novak nicht: "Ich habe ein schlechtes Aufschlag-Game gespielt, das war im ersten Satz. Danach hat er bei meinem Aufschlag keine Chancen gehabt. Ich habe das Gefühl gehabt, dass ich bei seinem Aufschlag immer mehr dran bin." Besonders bitter sei gewesen, dass er im ersten Game des dritten Satz beim Breakball einen Returnfehler gemacht habe. Als Nummer 154 fühlte sich Novak gegen die Nummer 41 eigentlich stärker. "Ich glaube, ich war der bessere Spieler. Natürlich hat der einen gewaltigen Aufschlag. Am Ende ist es natürlich jetzt richtig bitter."

Zuvor hatten Oliver Marach/Jürgen Melzer mit einem Dreisatz-Sieg im Doppel die 2:1-Führung für Österreich hergestellt. Oliver Marach und Jürgen Melzer rangen in der Weltgruppen-Qualifikationsrunde die südamerikanische Paarung Hans Podlipnik-Castillo/Marcelo Barrios Vera nach 2:01 Stunden mit 6:4,2:6,7:5 nieder. Marach/Melzer waren im Entscheidungssatz schon 1:4 zurückgelegen.

"Das war sicherlich nicht unser bestes Match, aber vielleicht eines unserer wichtigsten", meinte ÖTV-Davis-Cup-Rekordmann Melzer nach seinem 36. Länderkampf bzw. 76. Match für Österreich erleichtert. "Im Endeffekt zählt einfach, dass wir jetzt hier sitzen und 2:1 führen. Wie es dazu gekommen ist, ist fast wurscht. Wir haben gewusst, wenn wir nach Madrid wollen, dann brauchen wir den Punkt."

Marach gestand, dass die Nervosität doch auch recht groß war. "Wir brauchen nicht drum rumreden: In einem Grand-Slam-Finale, da habe ich vorher schon Partien gewonnen gehabt und habe unendliches Selbstvertrauen. Ich spiele zur Zeit nicht mein bestes Tennis, aber Jürgen hat mich am Platz immer gepusht. Ich bin froh, dass wir das Match noch irgendwie gewonnen haben."

Damit hatte entweder Dennis Novak im Anschluss gegen Nicolas Jarry oder Jurij Rodionov zum Abschluss gegen Christian Garin die Chance, den Sieg für Österreich zu fixieren. Das siegreiche Team ist beim Finalturnier mit 18 Nationen vom 18. bis 24. November in Madrid dabei. Der Verlierer muss im September gegen den Abstieg spielen.