UHK Krems siegt gegen Bad Vöslau Jags: klare Fronten im NÖ-Derby

Titelaspirant Krems siegte in Bad Vöslauer Thermenhalle souverän. Der Aufsteiger hielt das Spiel in der ersten Hälfte aber offen, lag lange Zeit sogar offen.

Erstellt am 21. Oktober 2021 | 06:53

Krems hat im Europacup noch intakte Aufstiegschancen (nach dem Hinspiel in Aarau steht es 23:25 aus Sicht des UHC). Die Bad Vöslauer Hoffnungen, dass der Favorit das Derby vor dem Rückspiel am Samstag (20.20 Uhr) auf die leichte Schulter nimmt, erfüllten sich nicht, ebenso wenig wie jene, dass Spielmacher Philip Schuster rechtzeitig fit wird. Der 26-Jährige musste wegen Knieschmerzen passen, war in zivil unterwegs. Daneben musste Bad Vöslau natürlich auf die Langzeitverletzten Moritz Doblhoff-Dier, Emil Zalewski, Robin Munkacsi und Max Schartel verzichten.

Bad Vöslau erfrischend

Umstellungen waren nötig, so kam Fabian Schartel, normalerweise in erster Linie am Flügel im Einsatz, im Rückraum zum Zug. Trotz allem: Die Jags machten ihre Sache in den ersten Minuten richtig gut, gingen das hohe Tempo von Krems mit. Die Hausherren stahlen in der Deckung immer wieder Bälle und erzielten im schnellen Gegenstoß einfache Tore. 7:6 stand es nach den ersten zehn Minuten.

Die nächste Verletzung

Danach lief auch Tormann Bence Gödör heiß, zeigte einige sehenswerte Paraden. Mit Fortdauer der Partie erarbeiteten sich die Bad Vöslauer sogar leichte Vorteile, hatten bei 12:10 die Chance erstmals mit drei Toren in Führung zu gehen. Die Möglichkeit blieb auf der Strecke, es sollte ein Knackpunkt werden. Krems traf, nahm eine Auszeit und zeitgleich saß der bis dahin starke Jags-Kreis Sandro Jankovic schmerzverzerrt am Parkett. Das linke Knie machte Probleme. Jankovic wurde behandelt, biss auf die Zähne. Torerfolg gab es für die Heimischen im ersten Durchgang aber keinen mehr. Krems führte nach 30 Minuten mit 14:12 und Jankovic humpelte gestützt in die Kabine.

Krems eine Klasse besser

Der Kreis kam nach der Pause wieder, wenig später war aber endgültig Schluss. Rückraum-Ass Ole Gunnar Steinhagen übernahm in der Offensive die Aufgaben als Brecher ganz vorne. Generell war die erste Phase nach der Pause recht hektisch. Krems beging einige technische Fehler, doch anders als im ersten Durchgang nutzte Bad Vöslau die Chancen nicht. In der Offensive lief bei den Jags nur mehr wenig zusammen. Der Rückstand wurde immer größer, am Ende stand ein 30:20-Auswärtssieg der Kremser Eurofighter auf der Anzeigetafel.

Stimmen zum Spiel

Bad Vöslaus Rückraum-Ass Marian Teubert: "Eine harte Partie gegen einen sehr robusten Gegner, die wir leider nur 45 Minuten offen halten konnten.“ 

Bad Vöslaus Co-Trainer Max Holly: "Wir haben trotz des scheinbar klaren Ergebnis einen tollen Kampf geliefert, auf den wir jedenfalls aufbauen können. Wir können stolz auf unsere Leistung sein und aus solchen Spielen nur lernen.“

BAD VÖSLAU - KREMS 20:30 (12:14).

Bad Vöslau: Bence Gödör (23,53% Abwehrquote), Felix Friedel (20,00%), Amir Tahirovic; Julian Riedner (5 Tore), Marian Teubert (4), Sandro Jankovic (3), Lukas Kohlmaier (2), Raphael Muck (2), Ole-Gunnar Steinhagen (2), Fabian Schartel (2), Emil Scheicher, Tim Diry, Christoph Barta, David Zimmerl.

Krems: Lukas Paolo Domevscek (29,63% Abwehrquote), Samuel Fabry (50,00%), Ivan Budalic; Matthias Führer (6 Tore), Jakob Jochmann (5), Gasper Hrastnik (5), Romas Kirveliavicius (4), Sebastian Feichtinger (3), Tobias Auß (3), Lukas Nikolic (2), Fabian Posch (1), Gabor Hajdu (1), Stefan Hanko, Kenan Hasecic, Stephan Wiesbauer, Benedikt Rudischer, Marko Simek.