Kremser schielen Richtung Pole-Position. Den berechtigten Ärger über die Cupniederlage gegen die Fivers haben die Wachauer schnell weggesteckt. Die passende Antwort wurde nun in der Hollgasse mit dem sensationellen Auswärtstriumph über den Erzrivalen gegeben. Das Team von Ibish Thaqi ist nun bereits seit zehn Meisterschaftspartien ungeschlagen und könnte bei einem vollen Erfolg in Hard sogar noch die Pole-Position vor den Viertelfinalspielen erklimmen, vorausgesetzt Schwaz stellt den Fivers im finalen Bonusrundendurchgang ebenfalls noch ein Bein.

Von Bert Bauer. Erstellt am 11. April 2021 (09:38)

FIVERS MARGARETEN - UHK KREMS 29:31 (10:16). Im ersten Spielabschnitt setzten die Kremser die von Trainer Thaqi ausgegebene Marschroute perfekt um. In der Offensive wurde geduldig und hochkonzentriert operiert und somit das gefürchtete Konterspiel der Wiener auf Eis gelegt. Im gebunden Spiel des Gegners arbeitete der UHK-Abwehrblock sehr kompakt mit gutem Zugriff. 

Den Rest einer perfekten ersten Spielhälfte erledigte erneut der überragende Kremser Keeper  Ivan Budalić mit einer traumhaften Erfolgsquote von über 50 Prozent, sprich neun erfolgreichen Interventionen, darunter auch ein Strafwurf von Nikola Stevanovic. Beim Stand von 7:11 zog Fivers-Coach Peter Eckl erstmals die Handbremse (23.), die aber zu keiner Änderung der Kräfteverhältnisse führte. Im Gegenteil. Angeführt von einem überragenden Spielmacher Jakob Jochmann wuchs der Vorsprung der "Rot-Gelben" bis zur Pause auf sechs Treffer an.

Fivers-Spirit machte Kremsern noch zu schaffen

Dass man die Wiener Kämpfertruppe aber nie abschrieben soll, offenbarte sich gleich zu Beginn von Hälfte 2, nachdem der Fivers-Express kurzfristig Fahrt aufnahm und auf 13:16 heranbrauste.  Als Ivan Budalić den nächsten Strafwurf der Heimischen beim Stand von 19:22 (43.) entschärfte, deutete alles schon auf eine vorzeitige Entscheidung hin. Weit gefehlt!.

Die Wachauer Fehlerquote verzeichnete einen leichten Anstieg, den Thomas Seidl zwei Minuten später sogar zum Anschlusstreffer  nützte (21:22, 45.). Es folgte eine heiße Schlussphase, in der die Heimischen alles auf eine Karte setzten, ihnen aber am Ende die Zeit davon lief. Der erneute Anschlusstreffer von David Brandfellner zum 28:29 (59.) ließ bei den Margaretner Euro-Fightern noch kurz Hoffnung auf zumindest einen Zähler aufkommen, die aber Routinier Gabor Hajdu mit seinem Treffer zum 28:30 endgültig zunichte machte.

Tore UHK Krems: Jakob Jochmann (10/3), Gunnar Prokop (5), Gašper Hrastnik (3), Tobias Auß (3), Fabian Posch (3), Gabor Hàjdu (3),  Sebastian Feichtinger (2), David Nigg (1), Lukas Nikolic (1).