Update am 10. August 2018, 06:53

von APA Red

Siebenkampf: Dadic weiter auf Medaillenkurs. Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin ist ein heißer Kampf um die Bronzemedaille im Siebenkampf entbrannt und Ivona Dadic mischt nach wie vor hervorragend mit.

Ivona Dadic freut sich über ihren Sprung  |  APA (dpa)

Nach der Saison-Bestleistung von 6,35 m im Weitsprung hat die Oberösterreicherin als Gesamtdritte 4.805 Punkte auf dem Konto und sich vom Verfolgertrio leicht abgesetzt.

Dadic hat 33 Punkte Vorsprung auf die Deutsche Carolin Schäfer, 56 auf die Tschechin Katerina Cachova, sowie 60 auf die niederländischen Titelverteidigerin Anouk Vetter. Verena Preiner erreichte mit 6,09 persönliche Bestleistung und ist Gesamt-Neunte (4.554), Sarah Lagger ist nach 6,14 auf Zwischenrang 18 zu finden (4.370).

Gold und Silber scheinen vergeben an die Britin Katerina Johnson-Thompson (5.083) und die belgische Olympiasiegerin Nafissatou Thiam (4.970). Weiter geht es mit dem Speerwurf am frühen Nachmittag, bevor um 20.20 Uhr die finalen 800-m-Läufe folgen.

"Ich werde um jeden Punkt kämpfen"

Tagwache am Freitag ist 7.30 Uhr. "Ich werde morgen fit dastehen und um jeden Punkt kämpfen", sagte sie vor den abschließenden Bewerben Weitsprung, Speerwurf und 800 m. "Ich habe den Abstand nach vorne etwas geschlossen, es wird notwendig sein. Morgen kommt ein starker Tag von den zwei hinter mir. Aber auch ich habe morgen einen starken Tag."

Dadic begann am Donnerstag mit guten 13,66 Sekunden über 100 m Hürden und ließ im Hochsprung die Saisonbestleistung von 1,82 m folgen. Im Kugelstoß erreichte sie 14,06 m. "Die Hürden waren vielleicht nicht das, was ich wirklich kann. Und beim Hochsprung hatte ich nicht das Glück, dass beim zweiten Versuch bei 1,85 die Stange oben geblieben wäre. Aber über die 1,82 im ersten Versuch kann ich mich auch nicht beschweren, draußen bin ich eh noch nie so hoch gesprungen. Ich bin ganz happy."

Gut schlagen sich auch die weiteren Österreicherinnen

Nur 8/100 blieb Preiner mit 13,58 im Hürdensprint über ihrer persönlichen Bestleistung, auch für sie klappte es im Hochsprung mit 1,73 m mit einer Saisonbestleistung. 13,76 ließ sie mit der Kugel folgen, über 200 m reichte es auf Bahn eins zu 24,12. Sie liegt insgesamt nur 21 Punkte hinter ihrer persönlichen Bestleistung. "Es ist ein ganz guter Mehrkampf bis jetzt. Jetzt muss ich schauen, dass ich schnell ins Kältebecken komme und gut regeneriere für morgen", meinte die 23-Jährige.

Nach 14,46 über die Hürden klärte Debütantin Lagger im Hochsprung 1,76, kam im Kugelstoßen auf 13,54, den Tag beendete sie mit 25,16 über die halbe Stadionrunde. "Es war ein richtig cooler Tag, ich habe es genossen", sagte die 18-Jährige nach ihrem ersten Start in der Allgemeinen Klasse bei einer internationalen Meisterschaft. "Mit Hoch und Kugel bin ich voll zufrieden."

Mit der U20-WM-Silbermedaille hat die Kärntnerin ihren Saisonhöhepunkt schon hinter sich, Berlin ist die Zugabe. "Einen Saisonhöhepunkt schafft man, beim zweiten hat man nicht mehr die hundert Prozent", sagte Lagger.

Verena Preiner (Zweite von links) beim Hürdenlauf  |  APA (dpa)