Hudson: Chancenlos beim WM-Debüt. Speerwerferin von der SV Schwechat blieb bei der Weltmeisterschaft in Doha weit unter ihrer Bestmarke und schied in der Qualifikation aus.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 30. September 2019 (16:31)
Kirill KUDRYAVTSEV / AFP
Victoria Hudson

WM-Debütantin Victoria Hudson hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha die Qualifikation für das Speerwurf-Finale wie erwartet klar verpasst. Die Niederösterreicherin kam am Montagnachmittag im Vorkampf nur auf 52,51 m. Damit wurde sie 16. und Letzte der Qualifikationsgruppe A.

Der Nervosität Tribut gezollt

„Ich wäre zufrieden, wenn ich in den Bereich meiner Bestleistung werfen kann“, hatte sich die Hainburgerin, die im Hinblick auf eine mögliche Olympiaqualifikation für Tokio 2020 ihr Studium etwas langsamer angeht, vorab viel vorgenommen. Bei 59,98 Metern steht ihr persönlicher Rekord. Der war beim ersten Großereignis außer Reichweite. Die Heeressportlerin musste der Nervosität Tribut zollen.

Vom Cricket zum Speerwurf

Die Tochter eines vor 26 Jahren nach Österreich übersiedelten Engländers, mit dem sie in jungen Jahren viel Cricket gespielt hat, trainiert seit 2016 mit Elisabeth Eberl. Coach der beiden war vorher Gregor Högler, der ehemalige Speerwerfer und WM-Zehnte von Athen 1997 ist seit drei Jahren ausschließlich für Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger zuständig und zudem ÖLV-Sportdirektor. In der Vorsaison pausierte Hudson wegen einer Verletzung an der rechten Wurfschulter, dank regenerativer Maßnahmen und Physiotherapie ist sie heuer "so gut wie beschwerdefrei".