WM-Slalom: Katharina Huber zweitbeste Österreicherin. Zwar gingen die ÖSV-Damen bei der Weltmeisterschaft in Are ohne Medaillen aus, doch Katharina Huber übertraf mit Rang sieben ihre eigenen Erwartungen. Den Sieg sicherte sich die große Favoritin Mikaela Shiffrin.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 16. Februar 2019 (19:59)

Das Quartett ist perfekt. Mikaela Shiffrin gewinnt zum vierten Mal in Folge den Slalom-Weltmeistertitel. „Ich bin glücklich, das ist fast lächerlich“, freute sich die US-Amerikanerin mit Tränen in den Augen beim ORF-Interview nach dem Rennen.

Schweden mit der ersten Medaille

Doch auch das Gastgeberland Schweden hatte Grund zum Jubeln. Anna Swenn-Larsson holte sich mit 58 Hundertstel Rückstand die Silbermedaille und gleichzeitig die erste und bisher einzige Medaille für die Schweden bei der Heim-WM. Auf Rang drei landete Petra Vlhova mit bereits über einer Sekunde Rückstand.

Apropos Medaille: Als beste Österreicherin schrammte Katharina Liensberger mit Rang vier nur knapp an einer Medaille vorbei. Somit blieb den ÖSV-Damen auch beim letzten Bewerb Edelmetall verwehrt. Einzig im Teambewerb durfte sich die Damen über Silber freuen. „Wir sind bei einer WM, da zählt natürlich nur eins, zwei, drei. Aber es nützt für mich eh nichts. Es war zu wenig, dass es da auf das Podium reicht“, ärgerte sich die Vorarlbergerin Liensberger.

Shiffrin von drei auf eins

Die US-Amerikanerin sicherte sich nach Super-G-Gold und Bronze im Riesentorlauf die nächste Medaille. Dabei lag die 23-Jährige im ersten Durchgang noch auf dem dritten Rang. Doch am Ende profitierte Shiffrin von einem Fehler der Halbzeitführenden Wendy Holdener. Die Schweizerin musste beim elften Tor noch einmal zurücksteigen und landete schlussendlich auf Rang 17.

Katharina Huber überglücklich

Bereits nach dem ersten Durchgang lag Katharina Huber auf dem neunten Rang. „Ich habe einfach Vollgas gegeben. Das ich am Ende des ersten Durchgangs unter den Top-Ten bin, war einfach cool“, freute sich Katharina Huber.

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Katharina Huber 

Die Last-Minute-Qualifikantin setzte im zweiten Durchgang nochmal drauf und übernahm sogar die Führung von Katharina Truppe, die aber nur eine Läuferin lang anhielt. Schlussendlich erreicht sie mit Rang sie ihr bisher bestes Ergebnis.

„Wenn mir das vorher wer gesagt hätte, dann hätte ich das sofort genommen. Ich nehme das mit, es war eine sensationelle Erfahrung, dass ich da mein WM-Debüt geben habe dürfen. So kann es weitergehen“, war die Athletin der Sportunion Waidhofen/Y. überglücklich.