Franz Wittmann: Für immer jung. Rallye-Gigant Franz Wittmann feiert seinen Siebziger im engsten Familienkreis in der Ramsau. Auch engste Freunde wie Walter Röhrl müssen Coronavirus bedingt heuer fernbleiben.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 06. April 2020 (20:15)
Beifahrerinnen spielten immer eine große Rolle bei Franz Wittmann, zuerst Gabi Husar und bei seinem letzten Staatsmeistertitel Heike Feichtinger (Bild).
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Franz Wittmann hat in Neuseeland einen Staatsmeisterschaftslauf in einem Lancia Delta HF gewonnen, er fuhr erfolgreich Rallyes in Afrika und Südamerika für verschiedene Fahrzeugmarken, aber untrennbar bleibt sein Name für alle Rallyefans in Österreich mit einem Auto verbunden:

Audi Quattro! Zusammen mit Beifahrer Kurt Nestinger hat Wittmann vor 39 Jahren mit dem Urquattro die Jännerrallye im Raum Freistadt gewonnen und damit die Allrad-Technologie für PKW weltweit auf den Weg gebracht. Daran erinnert sich heute noch jeder österreichische Rallyefan.

Erster Auslandsstart mit Filmer Helmut Deimel 

Dass Wittmann bis dahin bereits siebenfacher Staatsmeister war, ist weniger bekannt. Die genaue Anzahl seiner Siege geht nämlich immer unter: Denn Wittmann hat in den 70er und 80er Jahren für die Mehrzahl der österreichischen Rallyefans gefühlt einfach alles gewonnen! Einzig Langstrecken-Spezialist Rudi Stohl konnte in puncto Popularität mit seinen spektakulären Einsätzen bei der Afrika-Rallye da noch halbwegs mithalten. Aber Wittmann, das ist und bleibt in Österreich der Inbegriff für Rallyesport, die Trade- und Benchmark zugleich. Wittmann war schnell, er war zuverlässig und er war perfekt organisiert.

Nicht der Urquattro von 1981, sondern Franz Wittmann bei seinem erneuten Jänner-Rallye-Sieg drei Jahre später.
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Als erstem Österreicher gelang es ihm, Geld auch für Auslandseinsätze aufzustellen. Der Filmemacher Helmut Deimel hatte ihn 1975 zu einem Start bei der 1000-Seen-Rallye in Finnland überredet. Weil sich der Filmer im Norden schon ein wenig auskannte und im Gegensatz zu Wittmann obendrein englisch sprach, bot sich der ihm auch gleich für den damals brotlosen Job als Beifahrer an.

1975 fiel das Duo aus, 1977 wurden sie als Siebente im Gesamtklassement beste Nichtskandinavier, 1978 wurde Wittmann Vize-Europameister und Deimel österreichischer Beifahrer-Champion. Und Wittmann hatte genügend Reputation, dass Audi ihm 1981 den ersten Werkseinsatz mit dem Quattro weltweit anvertraute. Der Rest ist Motorsportgeschichte.

33 Sonderprüfungsbestzeiten als Rekord für Ewigkeit 

Mit diesem Auto hätte zwar wohl auch jeder andere Teilnehmer die Jännerrallye im Jahr 1981 gewonnen, oder wie es Wittmann-Intimus Walter Röhrl später auf seine unnachahmliche Chauvi-Art gemünzt auf Michele Mouton charmant formulieren sollte „ein jeder Affe“, denn die Allradtechnik hat Autofahren auf Eis und Schnee schlichtweg revolutioniert und von Beidem gab es speziell in diesem Jahr im Mühlviertel genug.

Doch die Art und Weise des Erfolgs machte Wittmann trotzdem zur Legende. Alle 33 Sonderprüfungen hat das Duo Wittmann/Nestinger damals für sich entschieden und dem zweitplatziertem John Haugland im Skoda insgesamt 21 Minuten (nicht Sekunden) abgenommen! „Auf längeren Geraden verloren die Konkurrenten aufgrund der Traktionsnachteile gegenüber dem Quattro gleich mehrere Sekunden“, erinnert sich Wittmann.

Auf die spektakulären Drifts von früher, für die der Ramsauer in den 70er Jahren in seinem Opel Kadett GTE so geliebt wurde, und die er sich als Jugendlicher auf den heimischen Feldwegen angeeignet hatte, mussten die Fans aber im Quattro verzichten.

Große WM-Karriere als Verheißung 

Trotzdem schien einer großen WM-Karriere für Wittmann nach diesem Erfolg nichts mehr im Wege zu stehen. Doch es sollte anders kommen! Der finnische Routinier Hannu Mikkola galt als Mitentwickler des Wagens für die WM danach bei Audi im Einsercockpit als gesetzt. Und Wittmann hatte mit seinem Erfolg die Fachwelt endgültig wachgerüttelt, allen war danach klar, dass das Ende der Heckschleudern wie Lancia Stratos, Opel Ascona, Fiat und Renault Alpine, gekommen war.

Und somit wollten alle Weltstars nun für Audi fahren, die Konkurrenz um den Fahrersitz war riesig. Vielleicht wären nur 21 Sekunden Vorsprung bei der Jännerrallye für Franz Wittmanns eigene Karriere daher sogar günstiger gewesen, als sein ewiger Rekord! Denn nie zuvor hatte und nie mehr sollte ein Pilot mit einem Rallyeauto bei dessen Einstand einen größeren Vorsprung herausfahren als Wittmann mit dem Quattro – und das nur acht Tage nach der Homologierung des Wagens!

Audi setzt lieber auf eine Frau 

Audi setzte aber auf den Marketingeffekt einer Frau im Auto: die Französin Michele Mouton. Die Ingolstädter waren ins Rallyegeschäft überhaupt nur eingestiegen, um ihr lästiges Image, vorzugsweise Autos für Biedermänner zu produzieren, abzustreifen. „Ohne die Rallye-Erfolge“, meinte Audi-Sportchef Roland Gumpert einmal, „würde doch noch heute jeder glauben, Allradantrieb sei nur etwas für Spinner.“

Eine Frau am Steuer, die als erste den Männern auf den Rallyepisten das Fürchten lehrte, war natürlich als Story nicht zu toppen. Zumal es der anerkanntermaßen beste Rallyepilot aller Zeiten war, der sich ihr entgegenstellte: Walter Röhrl, ja genau, der mit dem „Affenspruch“, der mit Wittmann seit den 70ern engst befreundet ist, als beide noch Opel fuhren. Röhrl hatte sich von der Quattro-Überlegenheit in Freistadt live vor Ort überzeugt, wollte sich dem Hype aber widersetzen. Erst 1984 stieg er dann selbst für ein Jahr in den Quattro, „nur um ein viertes Mal ‚meine Monte‘ zu gewinnen, was anders nicht möglich war“, wie er damals erklärte.

Quattro-Mania sorgt für Rallyebegeisterung 

Mit dem Quattro und dem „Jahrhundertduell“ Röhrl gegen Mouton wurde der Rallyesport 1981 zur größten Sportattraktion der Welt. Millionen Zuschauer säumten die WM-Strecken. Unvergessen ist Röhrls Sieg bei der Monte 1981 mit einem Opel Ascona 400, während Moutons Audi auf einer Hausmauer klebte. „Es war die erste Monte, die auf völlig trockenen Straßen ausgetragen wurde, was den Quattro-Piloten natürlich alles andere als in die Karten spielte“, erinnert sich Wittmann, der nach einem Skiunfall selbst pausieren musste.

Auch sonst verlief die 81er-WM-Saison für Wittmann mehr als durchwachsen. Beim Comeback in Portugal gab‘s einen Reifenschaden und Platz drei, den Sieg holte Mouton. In Griechenland folgte die Disqualifikation aller Quattros und bei der Finnland-Rallye sollte ein Ereignis Wittmanns Karriere nachträglich beeinflussen. Und gemeint ist nicht der Ausfall Mikkolas mit ewig großem Vorsprung wegen des Bruchs eines Tassenstössels.

Zuschauer bei Tausend-Seen-Rallye tödlich verletzt 

Die Zeitbombe „Zuschauermaßen“ hatte im Rallyesport zu ticken begonnen! Die Katastrophe war vorhersehbar, die Autos wurden immer stärker und schneller, und die Risiken wurden unkalkulierbar. Gefahren wurde selbst bei Nacht und Nebel, auf schmalen Eselspfaden in Griechenland und löchrigen Urwaldpisten an der Elfenbeinküste. Links und rechts gab es keine Leitplanken und Fangzäune. Da standen nur die Zuschauer!

„Ich fahre auf so eine Menschenmauer immer voll zu“, hat Mouton einmal gesagt. „Wo sie sich teilt, muss die Straße verlaufen.“ Doch einer war nach der Finnland-Rallye 1981 nicht mehr ganz so abgebrüht wie die Französin. „Ich bringe es nicht mehr fertig“, gestand Wittmann, „mit 180 Stundenkilometern in ein Spalier von Zuschauern reinzufahren und darauf zu vertrauen, dass alle noch rechtzeitig zur Seite springen.“ In Finnland hatte er einen Zuschauer tödlich verletzt, weil er wegen der Menschenmassen übersehen hatte, dass er das Ziel einer Sonderprüfung bereits erreicht hatte. Der Getötete war der Präsident des finnischen Motorsportverbands.

Mouton verschenkt Titel, bleibt aber Werksfahrerin 

Mouton feierte zwar 1981 in San Remo den ersten Sieg einer Frau in einem WM-Lauf, doch der WM-Titel blieb ihr verwehrt. Auch 1982 verschenkte sie beim letzten WM-Lauf der Saison in der Elfenbeinküste gegen Röhrl den Titel. Den ersten WM-Gesamtsieg für den Quattro gab’s daher erst 1983 für Hannu Mikkola und 1984 war mit Stig Blomqvist ein zweiter skandinavischer Routinier an der Reihe.

Wittmann hatte ab 1982 nur mehr Semiwerkseinsätze im Quattro und ab 1985 in einem Golf GTI. Herausragend in dieser Zeit war für ihn der achte Platz bei der Akropolis-Rallye 1984, ehe er dann 1987 mit Fiat-Lancia den sagenhaften Trip nach Neuseeland auf die Beine stellen konnte. Es wurde sein großer WM-Triumph und Wittmann zur Legende nicht nur in der Ramsau. Und mit 40 Jahren beendete er seine Karriere – zumindest fürs Erste!

Quertreiber in den Käfer- und Kadett-Jahren 

Schon damals war Wittmann der erfolgreichste Rallyefahrer, den Österreich je hatte. Er hat den Sport, und der Sport hat ihn populär gemacht, seit er im Winter 1972/73 mit einem VW Käfer 1303 aufgetaucht ist. Als die Benzinkrise von 1974 das Ende des VW-Werkteams, die hastige Bestattung des österreichischen WM-Laufs „Alpenfahrt“ und ein weltweites Motorsport-Tief bedeutete, blieb Wittmann am Drücker, erkannte den BMW 2002 ti als Auto der Stunde, gewann seine ersten EM-Läufe und die Achtung von Teamchef Josef Annessi.

Der 51-jährige Franz Wittmann steuert bei der Waldviertel-Rallye seinem zwölften Staatsmeistertitel im Toyota Corolla WRC entgegen.
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Mit seinem Opel-Team (Kadett GTE) traute der sich in die Welt hinaus. Bei Rennen von Spanien bis Rumänien und von Polen bis Zypern wurden die geringen Mittel mit taktischem Überschmäh und gewaltiger Kraft kompensiert. Röhrl bezeichnete seine Kadett-Zeit ungefähr zeitgleich in Deutschland später als „verlorene Jahre“, für Wittmann hatten sich die Kadett-Jahre 1976 bis 1978 hingegen als sportlich besonders dynamisch entpuppt. Er wurde 1976 und 1977 Mitropacup-Sieger, und 1978 zweiter in der Rallye-Europameisterschaft (hinter Toni Carello auf Lancia Stratos).

Nach dem Rückzug des österreichischen Opel-Teams ergaben sich 1979 und 1980 als Zwischenjahre, die Wittmann hauptsächlich mit seinem Ex-Röhrl-Porsche bestritt. Aber selbst da räumte Wittmann alles ab, was in Österreich und Umgebung abzuräumen war. Und Wittmanns Fähigkeit, sich selbst und seine jeweilige Automarke seriös zu vermarkten und guten PR-Wert zu erzielen, hatte ihn für die größte österreichische Importeurgruppe (VW-Audi-Porsche) interessant werden lassen. Ferdinand Piech selbst hielt große Stücke auf Wittmann, was auch kein Nachteil sein sollte, um den Auftrag zur Durchführung der offiziellen Quattro-Weltpremiere zu erhalten.

Die feierliche Übermittlung der wichtigsten technischen Botschaft, die der Rallyesport je zu transportieren hatte. Der Allradantrieb sollte alles verändern, den Sport und den Markt, und Wittmann hatte die Fahne vorangetragen. In den Jahren 1981 bis 1984 errang er 20 Gesamtsiege mit dem Quattro, darunter sechs EM-Siege.

Der konstanteste Nicht-Werksfahrer der Welt 

Und auf der ganzen Welt gab es wohl keinen anderen Rallyefahrer, der außerhalb eines Werkteams ein derart anspruchsvolles Programm über so viele Jahre hinweg durchziehen hatte können - von 1981 bis 84 im Quattro, 1985 und 86 im Golf GTI, danach mit Lancia. Als schönste Beute bleiben der Sieg von Neuseeland, die Gruppe-A-Siege von Akropolis und San Remo, die dritten Plätze von Portugal und Argentinien übrig - viele Werksfahrer haben weniger erreicht. Ganz abgesehen von 27 internationalen Siegen und bis dahin zehn Staatsmeistertitel.

Bei Neuseeland-Rallye zum Golfer konvertiert 

Wittmann zog sich 1990 in seine Heimat Ramsau zurück und widmete sich dem Golfsport. Als er sich 1987 vier Wochen auf den WM-Lauf in Neuseeland vorbereitete, war er dem Golf verfallen. „Als Zeitvertreib habe ich nach dem Training im Hotelzimmer die ganze Zeit die Golfübertragungen im dortigen Fernsehen geschaut“, erzählt er. Was lag da näher, als in seiner Heimat selbst einen Golfplatz in die extrem hügelige Landschaft zu zaubern?

„Fachleute meinten ‚eigentlich alles‘ und rieten schwer davon ab“, sagt Wittmann, der sich aber davon regelrecht aufgefordert fühlte, es trotzdem zu wagen. Und Adamstal sollte einer der dramatischsten und schönsten Naturplätze der Welt werden. Neben legendären Anlagen wie jener in Pebbles Beach oder St. Andrews zählt Wittmanns Lebenswerk zu den 50 außergewöhnlichsten Naturarenen der Welt und hat auch einen großen Einfluss auf die Region Gölsental/Hainfeld. Im Vorjahr waren die mittlerweile traditionellen EURAM Bank Open auf der Anlage des GC Adamstal mit einer Gesamtdotation von 185.000 Euro das größte Golfturnier in Österreich mit starker internationaler Besetzung.

Rückzugsort Adamstal als Golf-Traumkurs

1995 als 9-Loch-Platz eröffnet, wurde der GC Adamstal vom kanadischen Architekten Jeffrey Howes bereits 1997 auf 18 Loch erweitert. 2007 folgten zehn weitere Bahnen (Loch 28 ist eine kuriose Draufgabe). Damit verfügt der Golfclub über einen furiosen 18-Loch-Championship-Course, der jedem internationalen Anspruch gerecht wird, und einen bezaubernden 9-Loch-Genussplatz. „An den bewegten Grüns des Championship-Course kiefeln auch so manche Single-Handicapper“, lacht Wittmann besonders, wenn er sich an den Besuch von Boxweltmeister Wladimir Klitschko im Jahr 2018 erinnert. „Vor allem das ‚Green Monster‘ hat es ihm schwer angetan!“ Alle Löcher tragen übrigens ortstypische Namen: So heißt die Nummer 18 Hotelacker - dieses Fairway führt zum hexenhausartigen Klubhaus, das um die Jahrhundertwende Hotel Adamsthal hieß und stilvoll renoviert wurde.

Franz Wittmann in der Hochblüte seiner Karriere: Gefühlt gewann er Anfang der 80er Jahre jede Rallye in Österreich.
APA

Anpacken im Familienbetrieb als Selbstverständlichkeit 

Aus aller Welt kommen Hobbyspieler, um sich von den 27 Spielbahnen inmitten der Hügellandschaft mit jahrhundertealten Elsbeerbaumbeständen mit fairen Fairways im idyllischen Tal des Wallerbachs verzaubern und von Gastronom Claus Curn verwöhnen zu lassen. Und sie können da auch hin und wieder Wittmann selbst am Traktor die Greens pflegen sehen, denn Adamstal ist ein Familienbetrieb, hinter dem Gattin Rolanda ebenso wie die Söhne Franz jr. und Sebastian stehen. Seine Söhne sind auch erfolgreiche Sportler: Franz jun. fuhr wie sein Vater Rallyes zur österreichischen Meisterschaft und Sebastian ist ein hoch veranlagter Golfer.

Motorsport-Methusalem mischt Youngsters auf

Aus der Golfidylle wurde Wittmann allerdings nochmals gerissen. Kommerzialrat Fritz Frey von Toyota meinte, dass das noch nicht alles gewesen sein konnte und stellte Wittmann in den 90ern zunächst Celicas und dann in den Nuller-Jahren Corollas zur Verfügung. 16 weitere Siege und ein paar Staatsmeistertitel waren die Folge. Seine Lieblingsrallye in Freistadt hat Wittmann 2003 ein letztes Mal gewonnen. Da stemmte er sich den damaligen Youngsters Raimund Baumschlager und Hermann Gassner, die im Jahr davor bereits dominiert hatten, erfolgreich entgegen und feierte seinen zehnten Sieg im Mühlviertel. Von 1974 bis 1984 hatte er dort neunmal triumphiert, 1978 hatte er aber mit seinem alten 1972er-Käfer „nur“ den dritten Platz holen können.

Endgültiger Rückzug nach tragischem Tod der Tochter 

Einen schweren Schicksalsschlag musste Wittmann 2006 hinnehmen. Tochter Julia, ein großes Skitalent, verunglückte bei einem schweren Verkehrsunfall tödlich. Im selben Jahr kehrte Wittmann nach weltweit rund 80 Siegen dem Rallyesport 55-jährig endgültig den Rücken, nachdem er im März 2006 zum Präsidenten des österreichischen Golfverbands (bis 2013) gewählt worden war.

70er-Feier heuer ohne "Kumpel" Walter Röhrl 

Die Coronavirus-Krise trifft den Golfplatzbesitzer momentan sehr hart, nicht nur weil er seinen 70. Geburtstag nur im Kreis seiner Familie in der Ramsau feiern kann. Freunde wie Walter Röhrl oder Sepp Haider werden diesmal nicht, wie sonst üblich, auf einen Sprung vorbeischauen. Normalerweise hat Wittmann auf der Golfanlage 21 Angestellte, jetzt sind es nur sieben. „Lange darf es nicht mehr so weitergehen“, sinniert er auf seinem Traktor. Aber die Chancen stehen zumindest nicht schlecht, dass Golf zu jenen Sportarten zählen wird, die als erste wieder in die Normalität zurückkehren können.